WordPress Typo 3 Vergleich – Welches CMS eignet sich am besten für Ihre Anforderungen?

Zumindest in Deutschland gehören Typo 3 und WordPress zu den beiden beliebtesten und wichtigsten CMS-Lösungen. Immer wieder konfrontieren uns Kunden daher mit der Frage, welches CMS für ihre speziellen Anforderungen das beste ist und wieso. Bevor wir uns dem eigentlichen Vergleich von Typo 3 und WordPress widmen, möchten wir zunächst einige allgemeine Fragen beantworten:

Was ist überhaupt ein CMS?

CMS ist die Abkürzung für „Content Management System“, oder auf deutsch „Redaktionssystem“. Mit hilfe eines solchen Redaktionssystems können Inhalte einer Webseite auch ohne Programmierkenntnisse verwaltet, moderiert oder aktualisiert werden. Die visuelle Oberfläche eines CMS ist in der Regel so gestaltet, dass auch Laien sich im Backend der Website intuitiv zurechtfinden, z.B. wie hier bei einem typischen WordPress-Backend:

WordPress Dashboard

Auch für Laien, die noch nie zuvor mit einem CMS gearbeitet haben, ist das Backend nahezu selbsterklärend. Möchte ein Laie beispielsweise regelmäßig Blogbeiträge auf seiner Seite veröffentlichen, so kann er sofort vermuten, dass er unter dem Menüpunkt „Beiträge“ seinen Blog verwalten kann. Die Bearbeitung von Texten oder Bildern über ein CMS erfolgt in der Regel über einen nutzerfreundlichen Editor, wie ihn die meisten beispielsweise von Microsoft Word oder ihrem E-Mail-Programm bereits kennen.

Editor Screenshot

Die Informationen, die nun in diesem Backend eingegeben werden, werden automatisch in der vorgesehenen Datenbank abgelegt und mit den Dateien auf dem Server kombiniert. Änderungen an Design und Struktur können hingegen nur von einem Administrator mit den nötigen Rechten durchgeführt werden. D.h. Sie brauchen sich beim Bearbeiten Ihrer Inhalte nicht davor zu fürchten, „ausversehen“ Ihre komplette Seite abzuschießen.


 

Brauche ich ein CMS?

Grundsätzlich ist ein CMS für jeden empfehlenswert, der Inhalte auf seiner Seite veröffentlichen oder editieren möchte. Wird auf ein CMS verzichtet, sind Änderungen meistens mit hohem Aufwand und damit auch hohen Kosten verbunden, da hierfür meistens ein Programmierer erforderlich ist, von dem man dann natürlich auch abhängig ist. Insbesondere Blog- und Onlineshop-Betreiber kommen um ein CMS nicht herum.

Zwar sind bei einem CMS regelmäßige Updates notwendig, doch bei WordPress beispielsweise lassen sich die meisten Updates mit nur einem einzigen Klick einspielen. Bei Webseiten, die ohne CMS betrieben werden, sind Updates erfahrungsgemäß mit viel Aufwand und hohen Kosten verbunden.

Sind Sie sich wirklich zu 200% sicher, dass Sie in den nächsten Jahren Ihre Webseite kaum oder gar nicht aktualisieren möchten, können Sie auf ein CMS verzichten. Da ein Redaktionssystem wie WordPress oder Typo 3 aber ohnehin kostenlos ist, empfehlen wir dennoch, von Anfang an ein solches zu nutzen.


 

WordPress vs. Typo 3 – Design und Mobilfähigkeit

Mehr als 60000 professionelle Themes werden derzeit für WordPress angeboten. Hierbei gibt es sowohl kostenlose Themes als auch sogenannte Premium-Themes, welche man für unter 100€ erwerben kann. Premium-Themes bieten im Vergleich zu kostenlosen Themes dabei deutlich mehr Funktionen und Individualisierungsmöglichkeiten, sodass sich die Investition in ein kostenpflichtiges Theme durchaus lohnt. Spricht man vor Laien von einem fertigen „Theme“ gehen diese oftmals davon aus, dass so ein Theme in wenigen Minuten installiert ist und es kaum Möglichkeiten zur Individualisierung gibt. Sprüche wie „Das kann ich auch selbst, dafür brauche ich keine Agentur“ oder „Dann sieht meine Website ja aus wie die von 1000 anderen“ sind daher keine Seltenheit und an dieser Stelle nutze ich mal die Gelegenheit, diese Mythen aus dem Weg zu räumen. Wer über fundierte HTML, CSS und PHP-Kenntnisse verfügt und Erfahrung mit WordPress hat, der kann nahezu jedes Theme individualisieren und an die Kundenwünsche anpassen, weit über reine Farbänderungen hinaus. Finden Sie ein Theme grundsätzlich passend, gefällt Ihnen aber beispielsweise das Design des Menüs nicht und findet sich in den Einstellungen auch keine entsprechende Anpassungsmöglichkeit, so kann ein Programmierer dies natürlich entsprechend Ihren Wünschen anpassen. Sowohl wir als auch die meisten anderen WordPress-Agenturen (zumindest die, die wir kennen) setzen auf fertige Templates, die jedoch soweit an die Kundenbedürfnisse angepasst werden, dass das eigentlich verwendete Theme auf den ersten Blick gar nicht mehr zu erkennen ist. Laien, die keine Programmierkenntnisse haben, stoßen bei der Individualisierung der Themes jedoch schnell an ihre Grenzen, da sie nur auf die Anpassungsmöglichkeiten beschränkt sind, welche ihnen das Theme selbst zur Verfügung stellt.

Bei Typo 3 hingegen gibt es kaum fertige Themes, sodass selbst ähnliche Projekte jedes Mal von vorne programmiert werden müssen. Das Rad wird hier jedes mal neu erfunden und die Kosten trägt natürlich letztendlich der Kunde. Auch übertrifft die Qualität von mehrfach erprobten Premium-Themes die von individivuell entwickelten Themes um Längen. So sind Premium-Themes beispielsweise bereits beim Kauf mobiloptimiert und mit allen gängigen Browsern kompatibel. Bei Typo 3 hingegen muss bei jedem Projekt die Mobilfähigkeit und Browserkompatibilität immer wieder neu programmiert werden, was sich ebenfalls auf Zeit und Kosten auswirkt. Die Verwendung eines fertigen Themes, welches man individuell auf die eigenen Wünsche anpasst, macht hier im Vergleich mehrere Tausend Euro Kostenersparnis aus!

Da Premium-Themes auch von mehreren Nutzern und Programmierern erprobt werden, fallen sogenannte „Bugs“ auch schneller auf und werden so auch schneller behoben.

WordPress

  • viele professionelle Themes
  • Vorlagen für alle erdenklichen Inhalte
  • schnell und preiswert zum perfekten Ergebnis
  • Themes können vollständig individualisiert werden

Typo 3 Icon TYPO3

  • wenige fertige Themes verfügbar
  • individuelle Theme-Entwicklung erforderlich
  • zeit- und kostenintensiver
  • selbst ähnliche Projekte müssen immer wieder neu programmiert werden

 

WordPress vs. Typo 3 – Sicherheit und Updates

Während der weltweite Marktanteil von WordPress bei ca. 60% liegt, sind es bei Typo 3 gerade mal 2% ! Die geringe Verbreitung von Typo 3 ist demnach ein Grund, warum sich weniger Hacker auf das System spezialisieren. WordPress mit seinen ca. 60% Marktanteil ist hier ein deutlich attraktiveres Ziel.

Nichtsdestotrotz sind durch die weltweit größere Verbreitung von WordPress natürlich auch mehr Website-Betreiber und Entwickler daran interessiert, Hackerangriffe frühzeitig abzuwehren bzw. gänzlich zu vermeiden. Die gewaltige Community hinter WordPress stellt demnach nahezu umgehend kostenlose Updates zur Verfügung, sobald eine Sicherheitslücke bekannt wird. Da fast alle Updates mit nur wenigen Klicks installiert werden können, sind diese auch mit nur geringem Aufwand und Kosten verbunden. Zudem gibt es eine Reihe kostenloser Plugins, mit welchen man die Sicherheit seiner WordPress-Webseite zusätzlich verstärken kann.

Bei Eigenentwicklungen – wie sie bei Typo 3 häufig der Fall sind – sind auch Updates schwierig bzw. nur mit viel Aufwand zu bewältigen. Zwar sind Typo 3 Webseiten bei Hackern weniger beliebt, was jedoch nicht bedeutet, dass es bei Typo 3 keine Sicherheitslücken gibt. Da das meiste selbst entwickelt und konfiguriert werden muss, gibt es hierfür keine Updates, die automatisch eingespielt werden können. So ist es keine Seltenheit, dass Typo 3 Webseiten jahrelang vor sich hindümpeln und irgendwann vorallem technisch veraltet sind.

Je nachdem, ob eine Agentur mit Typo 3 oder WordPress arbeitet, spalten sich beim Thema Sicherheit die Geister. Typo 3 bringt standardmäßig viele Sicherheitsvorkehrungen mit sich, welche man bei WordPress durch ein paar zusätzliche Plugins und Konfigurationen genauso bewerkstelligen kann. Zwar bedeutet das anfangs minimal mehr Aufwand, welcher sich beim Thema Updates jedoch wieder ausgleicht. Zwar sind WordPress Webseiten häufiger das Ziel von Hackerangriffen, was jedoch in keinem Fall ausschließt, dass Typo 3 Systeme grundsätzlich vor Hackerangriffen gefeit sind.

WordPress

  • weltweiter Marktanteil ca. 60%…
  • …dadurch für Hacker ein attraktives Angriffsziel
  • Viele Möglichkeiten die Sicherheit zusätzlich zu verstärken
  • Updates sind kostenlos und lassen sich mit wenig Aufwand installieren

Typo 3 Icon TYPO3

  • weltweiter Marktanteil ca. 2%…
  • …dadurch bei Hackern weniger beliebt
  • Standardmäßig mit vielen Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet
  • Updates sind enorm kosten- und zeitaufwändig

 

WordPress vs. Typo 3 – Individuelle Funktionen und Erweiterbarkeit

Mit Erweiterungen (bei WordPress „Plugins“ genannt und bei Typo 3 „Extensions“) können Sie Ihre Website um zusätzliche Funktionen ergänzen und an Ihre individuellen Anforderungen anpassen. Beispielsweise können Sie mithilfe von Plugins Buchungskalender, Bildergalerien, Kontaktformulare etc. zu Ihrer Website hinzufügen.

Für die Installation solcher Plugins gibt es in jedem WordPress-Backend einen eigenen Bereich, in welchem Sie nach Plugins suchen und gewünschte Erweiterungen ganz einfach mit einem Klick installieren können. Bei Typo 3 hingegen müssen Extensions über die Typo 3 eigene Programmiersprache typoscript konfiguriert und in das Template eingebunden werden. Die eigene Typo 3 Seite also um eine Funktion zu erweitern ist zeitaufwändiger als bei WordPress und erfordert stets einen Entwickler.

Dadurch, dass deutlich mehr Webseiten auf WordPress basieren als auf Typo 3, gibt es natürlich auch weitaus mehr Plugins für WordPress. Für nahezu jede Funktion, um welche Sie Ihre Website erweitern möchten, findet sich für WordPress ein entsprechendes Plugin. Hier kann Typo 3 definitiv nicht mithalten.

Zudem müssen bei Typo 3 Extensions installiert werden, welche WordPress bereits von Haus aus mitbringt, beispielsweise für Basisfunktionen wie Klartext-URLs. Diese sind vor allem für die Suchmaschinenoptimierung und Nutzerfreundlichkeit Ihrer Website wichtig.

WordPress

  • Riesige Auswahl
  • leichte Installation und Einbindung in Inhalte
  • mehrere professionelle Shop-Erweiterungen
  • mehrere sehr gute SEO-Plugins
  • Nützliches wie Newsletter, Infothek oder Downloads nach Eingabe einer E-Mailadresse
  • mehrstufige Formulare mit Auswahlen
  • automatische Darstellung von weiterführenden Infos

Typo 3 Icon TYPO3

  • deutlich geringere Auswahl (ca. 20%)
  • schon für absolute Standard-Funktionen wie Klartext-URLs sind Extensions erforderlich
  • Installation erfordert Programmierkenntnisse
  • Einbindung kompliziert
  • Verwaltung erfordert typoskript
  • Umsetzung von Online-Shops sehr aufwändig
  • keine SEO-Extensions

 

WordPress vs. Typo 3 – Suchmaschinenoptimierung

Wie im vorherigen Punkt erwähnt stellt WordPress weitaus mehr Basisfunktionen standardmäßig zur Verfügung als Typo 3. Nicht ohne Grund ist WordPress bekannt dafür, dass es eines der suchmaschinenfreundlichsten CMS ist. Geben Sie einen Suchbegriff bei Google ein und überprüfen Sie, mit welchem CMS die jeweiligen Ergebnisse realisiert wurden, werden Sie meistens auf WordPress treffen. Während die Suchmaschinenoptimierung mit Typo 3 entwickelten Webseiten sehr aufwändig ist und mehrere verschiedene Extensions erfordert, gibt es für WordPress bewährte SEO-Plugins, welche die wichtigsten Optionen für eine hervorragende Suchmaschinenoptimierung in einem einzigen Plugin zur Verfügung stellen.

WordPress

  • bei Suchmaschinen sehr beliebt
  • standardmäßig alles dabei, was man für SEO benötigt

Typo 3 Icon TYPO3

  • Suchmaschinenoptimierung ist nur mit viel zusätzlichem Aufwand möglich
  • Standardmäßig nicht so beliebt bei Suchmaschinen wie WordPress

 

WordPress vs. Typo 3 – Einarbeitung in das System | Benutzeroberfläche

Je höher der Zeitaufwand beim Erstellen oder Editieren von Inhalten ist, desto geringer ist die Bereitschaft, die eigene Website regelmäßig zu pflegen und zu editieren. Dies wirkt sich auch negativ auf das eigene Suchmaschinenranking aus – denn schlecht gepflegte Webseiten erwecken auch bei Google den Eindruck, die Seite sei veraltet, sodass sie in den Trefferlisten immer weiter abrutscht.

Eine benutzerfreundliche und schnell erlernbare Oberfläche hilft also dabei, die eigene Website aktuell zu halten.

Sowohl bei WordPress als auch bei Typo 3 ist die Benutzeroberfläche auch für Laien grundsätzlich selbsterklärend, solange nur einfache Arbeiten nötig sind (wie beispielsweise das Editieren von Texten). Möchten Sie aber auch Bereiche wie Suchmaschinenoptimierung nach Fertigstellung der Website eigenständig durchführen, hat WordPress die Nase eindeutig vorn. Denn wer bei Typo 3 über das Editieren von Texten hinaus seine Seite eigenständig verwalten oder gar erweitern möchte, kommt um eine Einarbeitung in typoscript schwer herum.

Bei WordPress gibt es zahlreiche Erweiterungen, die es auch Laien einfach machen, beispielsweise Bildergalerien oder sogenannte „Testimonials“ nachträglich selbst einzufügen. Auch Plugins zur Suchmaschinenoptimierung gibt es kostenlos für WordPress, sodass auch Laien ohne Programmierkenntnisse in der Lage sind, ihre Website selbstständig für Suchmaschinen zu optimieren.

WordPress

  • Schnell erlernbare Benutzeroberfläche
  • Viele nachträgliche Erweiterungen benötigen keinen Spezialisten
  • Eigenständige Suchmaschinenoptimierung auch für Laien möglich
  • Einarbeitung in das System dauert nur wenige Stunden

Typo 3 Icon TYPO3

  • Schnell erlernbare Benutzeroberfläche für einfache Aktualisierungen
  • für alle Änderungen, die über das einfache Texteditieren hinausgehen, benötigt man Kenntnisse in typoscript
  • Suchmaschinenoptimierung für Laien nahezu unmöglich ohne Spezialisten
  • Einarbeitung in das System kann mehrere Tage dauern

 

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Erik 4. Oktober 2018