Die Click Through Rate (deutsch: Klickrate; Abkürzung: CTR) beschreibt das Verhältnis zwischen der Anzahl, wie häufig ein Ergebnis den Suchenden angezeigt wurde (Impressions) und der Anzahl, wie häufig die Suchenden tatsächlich auf das Ergebnis geklickt haben (Klicks).

Wie wird die Click Through Rate berechnet?

Die Formel zur Berechnung der CTR lautet:

(Anzahl der Klicks / Anzahl der Impressionen) x 100

Beispiel: Wird Ihre Website 100 mal bei Google gesehen und 3 Mal geklickt, ergibt sich eine Click Through Rate von 3%.

Die Click Through Rate in der organischen Suche

Angenommen, Ihre Website ist für das Keyword „Steuerberater Frankfurt“ auf dem 4. Platz bei Google. Gibt nun ein Nutzer „Steuerberater Frankfurt“ in die Suchleiste ein, wird ihm also Ihre Website neben 9 weiteren organischen Ergebnissen auf der ersten Seite angezeigt. Er sieht Ihre Seite also (Impression). Dass er sie sieht bedeutet aber nicht, dass er auch tatsächlich auf sie draufklickt. Vielleicht entscheidet er sich stattdessen für eins der 9 anderen Ergebnisse.

Wird Ihre Website nun häufig angezeigt, erhält aber wenige tatsächliche Klicks, fällt die Click Through Rate entsprechend niedrig aus.

Der Grund für eine schlechte Click Through Rate in der organischen Suche sind meistens Meta-Tags, also der kurze Auszug Ihrer Website, die auf den Suchenden einfach nicht ansprechend wirken. Insbesondere in der Meta-Description sollten Sie die Vorteilskommunikation anwenden und den User mit ansprechenden Argumenten dazu animieren, auf Ihr Suchergebnis zu klicken.

CTR Google

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Zudem muss beachtet werden, dass die Click-Through-Rate mit absteigender Google-Platzierung allgemein abnimmt. So hat der erste Platz eine durchschnittliche CTR von 18-27%. Die Click Through Rate des vierten Platzes liegt schon deutlicher darunter.

Wie hoch Ihre CTR für bestimmte Keywords ist, können Sie in der Google Search Console einsehen. Navigieren Sie hierzu links im Menü zu Suchanfragen -> Suchanalyse und setzen Sie ein Häkchen bei „Klicks“, „Impressionen“ und „Klickrate“. Schon erhalten Sie Ihre Angaben zur Click Through Rate Ihrer gesamten Website inkl. einzelner Keywords.

Click Through Rate

Die Click-Through-Rate in der bezahlten Suche (Google AdWords)

Wenn Sie Google AdWords Anzeigen schalten, beschreibt die Click Through Rate das Verhältnis der Anzahl, wie oft Ihre Anzeige geschaltet wird, zu der Anzahl, wie oft Nutzer tatsächlich darauf klicken.

Auch hier kann eine niedrige CTR ein Hinweis dafür sein, dass Ihr Anzeigentext nicht ansprechend genug ist. Möglich ist aber auch, dass Ihre Anzeige für Keywords geschaltet wird, die gar nicht relevant sind. Unterziehen Sie Ihre AdWords Anzeigen daher einer genauen Überprüfung und schließen Sie ggf. Keywords aus, für welche Ihre Anzeige nicht geschaltet werden soll.

Hier muss ebenfalls beachtet werden, dass nur 6,8% aller Klicks auf AdWords Anzeigen entfallen. Die restlichen User entscheiden sich lieber für ein Ergebnis aus der organischen Suche. D.h. bei Google AdWords ist es „normal“, dass Sie deutlich mehr Impressions als Klicks erhalten.

Die Click Through Rate bei Werbebannern

Bei Werbebannern ist eine niedrige Click Through Rate ebenfalls ein Signal dafür, dass sich Ihre anvisierte Zielgruppe von der Bannerwerbung nicht angesprochen fühlt. Wichtig ist hier, dass Sie Ihre Zielgruppe genau definieren und die Werbebanner gezielt nach ihr ausrichten.

Bei Werbebannern fällt die Click Through Rate jedoch generell deutlich schlechter aus als über andere Werbekanäle. So liegt die durchschnittliche CTR hier bei gerade einmal 0,02 – 0,10%. Bei 1000 Impressionen bedeutet das nur einen einzigen Klick durch einen User.

Durchschnittliche Höhe der Click Through Rate

Die Frage nach der durchschnittlichen Höhe der CTR lässt sich pauschal nicht beantworten. Dies hängt sehr stark vom eingesetzten Medium und der Art der vermittelten Inhalte ab. Entscheidend ist, wie erfolgreich Ihre Kampagne zur Erreichung Ihrer Ziele beiträgt. Haben Sie eine CTR von 2%, müssen Sie das also in Relation zum gesamten Kampagnenerfolg betrachten. Ist dieser zufriedenstellend, dann ist auch eine niedrige Click Through Rate nicht weiter besorgniserregend.

Eine hohe Click Through Rate bedeutet nicht automatisch mehr Verkaufserfolg

Nur, weil ein Nutzer sich von Ihrer Präsentation bei Google angesprochen fühlt und Ihre Website betritt, heißt das noch lange nicht, dass er in einen Kunden konvertiert. Eine hohe CTR ist nur dann profitabel, wenn auch die Conversion Rate entsprechend hoch ausfällt. Der Kunde also tatsächlich etwas kauft, Kontakt aufnimmt oder seine E-Mail-Adresse bspw. für die Newsletteranmeldung hinterlässt.

Klicken zwar viele Nutzer auf Ihre Website, verlassen diese aber bereits nach kurzer Zeit wieder ohne eine Conversion zu tätigen, sollten Sie aufhorchen. Wenn Sie zwar eine hohe Click Through Rate, aber eine niedrige Conversion Rate haben, können verschiedene Gründe dafür verantwortlich sein:

  • Sie haben in Ihrer Anzeige etwas versprochen, das Sie auf der Website nicht einhalten können
  • Ihre Website ist nicht nutzerfreundlich
  • Ihre Website ist nicht für mobile Geräte optimiert (Responsive Webdesign)
  • Ihre Website hat eine lange Ladezeit
  • Ihre Inhalte sind für den Besucher nicht relevant oder nicht nützlich genug
  • User finden sich auf Ihrer Seite nur schwer zurecht
  • Die Zielseite, auf die Nutzer nach dem Klick geführt werden, ist nicht optimal

Wenn Sie also eine AdWords Anzeige zum Thema „günstige rote Damenschuhe“ schalten, dann sollten Sie Nutzer beim Klick auf Ihre Anzeige auch direkt zu den versprochenen Schuhen führen. Ist stattdessen Ihre Startseite als Zielseite angegeben, kann das unter Umständen zu einer größeren Absprungrate führen, da der Besucher schlichtweg keine Lust hat nach dem gewünschten Schuh zu suchen.

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Erik 15. September 2018