Content Syndication

Was ist Content Syndication?

Mit Content Syndication wird die mehrfache Verwendung eines medialen Inhalts (z.B. Infografiken, Blogbeiträge, Studien, Interviews, Videos etc.) bezeichnet. Hierbei wird der Inhalt von dessen Urheber anderen zur Weiterverarbeitung zur Verfügung gestellt.

Ursprung der Content Syndication

Der Begriff „Syndication“ geht auf das Jahr 1895 zurück. Damals fingen verschiedene Comic Zeichner über den US-Verleger William Randolph Hearst an, ihre Drucklizenzen an Verlage und Zeitungen im ganzen Land zu verkaufen. Durch den Abdruck der populären Comics hatten so auch kleine Regionalzeitungen die Möglichkeit, ihre Auflagen für ihre Leserschaft attraktiver zu gestalten. Für die Comic Zeichner hatte der Druck in verschiedenen Zeitungen den Vorteil, dass sie sich nicht selbst um die Vermarktung ihrer Comics kümmern mussten.

Content Syndication heute

Auch heute noch trifft man in der Medienwelt immer wieder auf Content Syndication. So greifen beispielsweise Lokalzeitungen auf die Nachrichten einer überregionalen Redaktion zurück. Hierfür stellen Nachrichtenagenturen wie dpa (Deutsche Presse Agentur) oder AP (Associated Press) die Lizenzen für eine News-Meldung zur Verfügung, die dann sowohl von TV Sendern als auch von regionalen Tageszeitungen weiterverwertet werden dürfen. Die Wettervorhersage auf Nachrichtenseiten geht ebenfalls auf Content Syndication zurück, da diese in der Regel von einem Wetterdienst bereitgestellt wird, damit andere sie wiederverwenden können. Dasselbe gilt für Rätsel oder Börsenkurse.

Beliebt sind auch Stockagenturen wie Depositphotos, Fotolia oder Shutterstock, welche sich um die Vermarktung der Bilder tausender Fotografen bemühen und gegen eine geringe Gebühr Lizenzen an Medien auf der ganzen Welt verkaufen. Daneben gibt es aber natürlich auch Anbieter, die Fotos lizenzfrei anbieten, zum Beispiel Pixabay.

Im Onlinebereich sind zudem RSS Feeds ein beliebtes Mittel bei Seitenbetreibern, um Nachrichten und Blogartikel anderer Seiten zu abonnieren und auf der eigenen Webseite wiederzugeben.

Content Syndication als Teil der SEO Strategie

Durch Content Syndication können die eigenen Inhalte einem weitaus größeren Publikum zugänglich gemacht werden, was die Reputation der eigenen Webseite stärkt. Zudem ist Content Syndication ein probates Mittel für den Aufbau hochwertiger Backlinks. So stellen beispielsweise viele Seitenbetreiber attraktive Infografiken auf ihrer Webseite zur Verfügung, die von anderen wiederverwendet werden dürfen – natürlich mit einem Verweis zur Originalquelle. Auf diese Weise können viele, hochwertige und themenrelevante Backlinks gesammelt werden. Auch Studien und Interviews werden von anderen Seitenbetreibern gerne aufgegriffen und in den eigenen Beiträgen verlinkt.

Natürlich besteht auch die Möglichkeit, einen auf der eigenen Webseite bereits veröffentlichten Artikel unverändert auch auf anderen Webseiten zu publizieren, die womöglich über eine größere Leserschaft verfügen. So können neue Besucher auf die eigene Webseite aufmerksam gemacht werden, was zu mehr Traffic führt. Allerdings besteht hier die Gefahr externen Duplicate Contents, was sich negativ auf das Ranking der eigenen Webseite auswirken kann. Um dieses Problem zu umgehen, müssen folgende Punkte beachtet werden:

 

  • Die Webseite, auf welcher der syndizierte Artikel publiziert wird, sollte mittels einem Canonical Tag auf die URL der Original-Quelle verweisen. So kann auch Google den Urheber des Artikels leichter identifizieren und in den Suchergebnissen bevorzugt ranken. Backlinks, die die Kopie des Artikels erhält, werden zudem auf die Originalquelle weitervererbt.
  • Die Webseite, auf welcher der syndizierte Artikel publiziert wird, sollte die Seite, auf welcher sich der kopierte Artikel befindet, auf „noindex“ stellen. So wird Suchmaschinen untersagt, den kopierten Inhalt in den Suchergebnissen zu indexieren. Auch bei dieser Variante wird die Linkkraft der Backlinks vererbt.
  • Alternativ zu den beiden vorherigen Punkten kann unter dem kopierten Artikel ein Dofollow-Link zur Originalquelle gesetzt werden. Der Google Bot wird daraufhin beide URLs crawlen und selbst feststellen, dass es sich hierbei um Content Syndication handelt.

 

Um die Einzigartigkeit der eigenen Webseite nicht zu gefährden, sollte Content Syndication stets in einem angemessenen Rahmen betrieben werden. Die massenhafte Verwendung syndizierter Inhalte kann die Attraktivität der eigenen Seite beeinträchtigen und schlimmstenfalls sogar dazu führen, dass die Inhalte von Google und den Usern als Spam eingestuft werden.

Hierzu noch ein Statement von Google:

Content Syndication aus rechtlicher Sicht

Die Einbindung fremder Inhalte kann zu einer Urheberrechtsverletzung führen, sofern keine ausdrückliche Einwilligung des Urhebers vorliegt. Daher sollten Sie bei der Content Syndication fremde Inhalte nie ungefragt publizieren, sondern stets den Urheber um dessen Erlaubnis fragen. Zudem sollte über eine Verlinkung stets der Urheber der Quelle aufgeführt werden.

Dies gilt ebenso für RSS Feeds. Auch hier sollten daher keine RSS Feeds ungefragter Quellen auf der eigenen Webseite übernommen werden.

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Pop Up

Was ist ein Pop Up?

Ein Pop Up (zu Deutsch etwa „plötzlich auftauchen“) ist ein Fenster, das plötzlich auftaucht und die Webseiteninhalte, die ein Nutzer sich in dem Moment ansieht, überdeckt.

Pop Ups enthalten meistens aufdringliche Werbung und stören durch das unerwartete Auftauchen den Lesefluss, weswegen die meisten Internetnutzer diese als lästig empfinden.

Wofür werden Pop Ups eingesetzt?

Pop Ups werden häufig im Sinne einer Bannerwerbung eingesetzt. Durch das plötzliche Auftauchen sollen sie den Nutzer von seiner aktuellen Tätigkeit ablenken und seine Aufmerksamkeit stattdessen auf eine Werbebotschaft ziehen.

In Onlineshops werden ebenfalls oft Pop Ups eingesetzt, um User über aktuelle Gutscheine oder Sales zu informieren. Pop Ups begegnen uns aber auch oft auf „normalen“ Webseiten, um uns für die Anmeldung zu einem Newsletter zu animieren oder um sonstige Interaktionen voranzutreiben.

Immer populärer werden zudem sogenannte Exit-Intent-Layer. Dabei handelt es sich um Pop Ups, die dann eingeblendet werden, sobald ein Nutzer die Maus von der Webseite entfernt – diese also verlassen möchte. Mit dem Hinweis auf einen Gutschein oder ein anderes interessantes Angebot wird so versucht, den Besucher doch noch einmal umzustimmen, damit er auf der Seite bleibt.

Das Ziel von Pop Ups ist es damit hauptsächlich, die Conversion Rate einer Seite zu erhöhen. Dies kann jedoch nur gelingen, wenn das Pop Up dem Nutzer einen tatsächlichen Mehrwert liefert. Der Hinweis auf einen Gutschein kann in Onlineshops daher durchaus zu einer besseren Conversion Rate führen. Aufdringliche Werbung hingegen wird von Nutzern ohnehin schnellstmöglich weggeklickt und ignoriert (Banner Blindness). In vielen Fällen führen penetrante Werbe Pop Ups außerdem dazu, dass Nutzer so genervt sind, dass sie die Seite „erst recht“ verlassen. Daher sollte das Einblenden von Pop Ups möglichst sparsam und unaufdringlich erfolgen.

Funktionsweise von Pop Ups

Meistens öffnen sich Pop Ups ohne Zutun des Besuchers nach einer festgelegten Zeitspanne automatisch. Manchmal werden Pop Ups aber auch durch Nutzerinteraktionen ausgelöst, wie dem Klick auf einen bestimmten Button. Häufig werden Pop Ups beispielsweise für multimediale Inhalte wie Videos oder Bildergalerien verwendet. Klickt der User auf ein Vorschaubild innerhalb einer Galerie, wird das Bild vergrößert in einem Pop Up Fenster angezeigt (Lightbox).

Wenn Sie auf den folgenden Button klicken, öffnet sich ein Video zum Thema Content Marketing in einem Pop Up Fenster:

Pop Up Button

Pop Up Blocker

Die exzessive Nutzung von Pop Ups mit Werbeinhalten ist für die meisten Nutzer unerwünscht und wird als penetrant und aufdringlich empfunden. Als Antwort darauf haben viele Browser mittlerweile Pop Up Blocker in ihre Programme integriert, die das Auftauchen von Pop Ups automatisch verhindern.

Da solche Pop Up Blocker von Nutzern gerne aktiviert werden, bekommt also ein großer Teil der Besucher einer Webseite ein Pop Up gar nicht erst zu Gesicht. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist der Einsatz von Pop Ups heute stark umstritten.

Auswirkungen von Pop Ups auf SEO

Im Bereich der Suchmaschinenoptimierung ist man sich uneinig darüber, welche Bedeutung Pop Ups für das eigene Ranking haben können. Grundsätzlich wird eher von der Verwendung abgeraten, da die Usability einer Seite beeinträchtigt werden kann. Und alles, was den Nutzer nervt, wird in der Regel auch von Google nicht gerne gesehen.

Zudem gibt es weitere Hinweise, die darauf hindeuten können, dass die Nutzung von Pop Ups eher suboptimal für SEO ist:

 

  • Google selbst verwendet keine Pop Ups
  • In der Anzeigenschaltung mit Google Ads sind Landingpages mit Pop Up Fenstern nicht erlaubt
  • Pop Ups können sich negativ auf die Seitenladezeit einer Webseite auswirken
  • Der übermäßige Einsatz von Werbebannern wird von Google als Spam identifiziert und kann zu einer Google Penalty führen

Pop Up Plugins für WordPress

 

Convert Plus

 

Ninja Popups

 

Popup Maker WordPress

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Slideshow

Was ist eine Slideshow?

Eine Slideshow (auch Slider genannt) ist eine digitale Bilderstrecke, bei welcher beliebig viele Fotos, Grafiken oder auch Videos ähnlich einer Powerpoint-Präsentation oder Diashow aneinandergereiht und nacheinander angezeigt werden. Slideshows eignen sich beispielsweise, um mehrere Medien an ein und derselben Stelle auf einer Homepage darzustellen. Ein Slider setzt sich dabei aus mehreren Einzelfolien zusammen, welche jeweils mit unterschiedlichen Inhalten gefüllt werden können. Neben der Präsentation von Bildern und Videos können so auch ansprechende Teaser über den Slider ausgespielt werden.

Die Navigation durch die Slideshow kann entweder automatisch erfolgen oder vom Nutzer direkt gesteuert werden, zum Beispiel mit einem Klick auf die Navigationspfeile bzw. bei mobilen Geräten über die Touch-Funktion. Bei einem automatischen Bilderwechsel kann die gewünschte Anzeigendauer einer einzelnen Folie dabei individuell eingestellt werden.

Slideshow mit Effekten lebendig gestalten

Slideshows bieten eine Vielzahl an gestalterischen Möglichkeiten. So werden sie oftmals mit verschiedenen Effekten und Animationen visuell aufbereitet. Besonders beliebt sind folgende Effekte:

 

  • Parallax Scrolling
  • Zoom-Effekte (auch als Ken Burn bezeichnet)
  • Farbverläufe
  • 3D-Effekte
  • Blur-Effekte (Weichzeichner)
  • Animierte Bildübergänge / animierter Bilderwechsel (Transitions)

 

Darüber hinaus können Slideshows natürlich auch mit Audiodateien oder Musik unterlegt werden.

Wozu werden Slideshows eingesetzt?

Grundsätzlich können Slider an einer beliebigen Stelle auf der Webseite platziert werden. Meistens begegnen sie uns allerdings im sogenannten Above-the-fold Bereich einer Webseite, sind also direkt beim Einstieg in die Webseite sichtbar, ohne, dass wir nach unten scrollen müssen. Sie werden insbesondere dafür eingesetzt, um eine Webseite optisch aufzuwerten oder um Inhalte kompakter darzustellen.

Zudem werden Bilder von Nutzern leichter aufgenommen als Text. Durch den Einsatz hochwertiger Bilder innerhalb der Slideshow kann so das Thema der Webseite klar kommuniziert und der Nutzer emotional angesprochen werden. Um das Interesse des Users zu wecken, werden die Bilder einer Slideshow meistens noch mit ansprechenden Teasern kombiniert, die den Nutzer dazu anregen sollen, weiter nach unten zu scrollen und tiefer in die Webseite einzusteigen.

Besucher einer Webseite sollen durch die Integration eines Sliders außerdem dazu motiviert werden, mit der Slideshow zu interagieren, sodass sie länger auf der Seite verweilen. Gut gemachte Parallax-Effekte sorgen beim Betrachter beispielsweise oftmals für einen „Wow-Effekt“, sodass sie sich gerne länger mit dem Slider beschäftigen und Spaß daran haben.

Besonders geeignet ist der Einsatz einer Slideshow, wenn die einzelnen Folien logisch aufeinander aufbauen, verschiedene Aspekte zu einem Thema beleuchten oder eine Geschichte erzählen. Daher werden sie auch gerne im Bereich des Storytellings eingesetzt.

Vorteile einer Slideshow

 

  • Eine Slideshow spart Platz, weil mehr Inhalt auf weniger Raum untergebracht werden kann
  • Besucher werden dazu angeregt, mit dem Slider zu interagieren, was zu einer höheren Verweildauer auf der Webseite führen kann
  • Eine Slideshow bringt Abwechslung in ein Konzept, das sonst eher aus statischen Inhalten besteht
  • Bringt Dynamik und Bewegung in die Seite
  • Nutzer werden beim Einstieg in die Seite durch hochwertige Bilder emotional angesprochen

Nachteile einer Slideshow

 

  • Kann durch eine große Anzahl an Bildern und Effekten die Ladezeit der Webseite negativ beeinträchtigen
  • 99% der Interaktionen mit Slidern finden nur auf dem ersten Slider-Bild statt. Die nachfolgenden Slider werden oftmals nicht beachtet. Daher sollten wichtige Informationen stets bereits
  • Da mittlerweile sehr viele Webseiten Slideshows einsetzen, empfinden Besucher diese nicht mehr als ganz so interessant wie noch vor einigen Jahren

Slideshow auf einer Webseite implementieren

Slideshows werden in der Regel mit JavaScript programmiert. Für Seiteninhaber, die ihre Webseite über ein Content Management System wie WordPress betreiben, gibt es zahlreiche Plugins, mit welchen sich eine Slideshow auch ohne Programmierkenntnisse in die Webseite implementieren lässt:

 

Slider Revolution WordPress

 

 

MasterSlider WordPress

 

 

LayerSlider WordPress

 

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Google Disavow Datei – schädliche Backlinks erkennen und entwerten

Was ist die Google Disavow Datei?

Mithilfe der Google Disavow Datei kann dem Suchmaschinenriesen mitgeteilt werden, dass er bestimmte Backlinks bei der Bewertung des eigenen Suchmaschinenrankings nicht beachten soll.

Wann sollte die Google Disavow Datei eingesetzt werden?

Die Anzahl und Qualität der Backlinks der eigenen Seite sind für Google nach wie vor ein wichtiges Kriterium für die Bewertung einer Website. Seit dem Ausrollen des Google Penguin Updates werden jedoch nicht mehr alle Backlinks gleich gewertet.

Backlinks minderwertiger Qualität können dem eigenen Linkprofil schaden und damit auch eine gute Google Platzierung gefährden. Schädliche Backlinks können auf unterschiedliche Weise zustande kommen:

 

  • Sie haben Backlinks von unseriösen Anbietern gekauft
  • Sie haben selbst massenweise minderwertige Backlinks erstellt, beispielsweise mithilfe von Software, die automatisiert Backlinks generiert
  • Sie haben Backlinks von Webseiten erhalten, die von Google abgestraft wurden (Bad Neighbourhood)
  • Ihre Konkurrenz hat Ihre Webseite absichtlich auf minderwertigen Webseiten platziert, um Ihr Ranking negativ zu beeinflussen

 

Um solche schlechten Backlinks wieder loszuwerden, können Sie den Webmaster der jeweiligen Seite kontaktieren und um eine Löschung des Backlinks bitten. In den meisten Fällen werden Sie jedoch vermutlich keine Reaktion auf Ihre Anfrage bekommen.

Mithilfe des Disavow Tools können Sie Google aber dennoch anweisen, bestimmte Backlinks zu ignorieren. Die Backlinks bleiben dann zwar auf der jeweiligen Anbieterseite stehen, werden von Google allerdings entwertet bzw. für ungültig erklärt.

Mögliche Risiken bei der Verwendung des Disavow Tools

Es kommt relativ häufig vor, dass vor allem unerfahrene Webmaster einen Backlink fälschlicherweise als schädlich einstufen. Eigentlich starke Backlinks werden daher oft „ausversehen“ mit der Disavow Datei entwertet.

Dementsprechend sollten Sie nur Backlinks in die Disavow Datei mit aufnehmen, bei denen Sie sich 100% sicher sind, dass diese Ihrem Ranking schaden.

Stellen Sie einige Wochen oder Monate nach dem Upload der Disavow Datei fest, dass sich Ihr Ranking verschlechtert, obwohl es sich verbessern sollte, könnte es also daran liegen, dass Sie einen Link entwertet haben, der von Google durchaus als positiv eingestuft wurde.

Woran erkenne ich minderwertige Backlinks?

Damit Sie schädliche Backlinks erkennen können, benötigen Sie zunächst ein Tool, welches Ihnen alle Backlinks Ihrer Webseite auflistet. Google selbst bietet in der Google Search Console eine Übersicht aller eingehenden Verlinkungen zu Ihrer Webseite. Klicken Sie hierfür links im Menü auf den Punkt “Links”:

 

 

Toxische Backlinks zu identifizieren ist nicht immer einfach und in der Regel sehr zeitaufwändig. Für ein sauberes Linkprofil sollten Sie sich allerdings die Mühe machen, jeden Backlink einzeln zu überprüfen und die verlinkenden Webseiten genau unter die Lupe zu nehmen. Es gibt einige Indizien, woran Sie schädliche Backlinks erkennen:

 

  • Die verlinkende Webseite hat keine thematische Relevanz zu Ihrer Seite
  • Die verlinkende Seite hat eine übermäßig hohe Anzahl an externen Verlinkungen (auch Linkschleuder genannt)
  • Auf der verlinkenden Seite befinden sich Ausdrücke, die eindeutig auf Spam hinweisen, z.B. „Viagra“, „Sex“, „Porno“ oder Begriffe aus Glücksspielen
  • Die verlinkende Webseite enthält extrem viel Werbung
  • Die Inhalte und/oder das Design der verlinkenden Webseite sind veraltet bzw. überhaupt nicht mehr zeitgemäß
  • Die verlinkende Webseite macht allgemein einen unseriösen Eindruck
  • Die verlinkende Webseite hat selbst sehr viele schlechte Backlinks
  • Die verlinkende Webseite hat einen sehr niedrigen Trust Flow (kann mit dem Online Tool Majestic kostenlos geprüft werden)
  • Die verlinkende Webseite wurde offensichtlich gehackt oder enthält Malware
  • Der Backlink befindet sich nicht innerhalb eines hochwertigen Textes, sondern „lose“ im Footer oder in der Sidebar der Webseite
  • Backlinks von fremdsprachigen Webseiten (eine deutsche Webseite sollte zum Beispiel nicht zu viele Backlinks von russischen oder chinesischen Seiten enthalten)
  • Ihr Linkprofil enthält Backlinks mit verhältnismäßig vielen unnatürlichen Ankertexten (z.B. fast ausschließlich Linktexte mit Money Keywords)
  • Backlinks in Foren, die von Nutzern kaum mehr aktiv verwendet werden
  • Backlinks aus Linktauschprogrammen
  • Die verlinkende Domain ist bei Google nicht indexiert (hierbei könnte die Ursache eine Google Penalty sein)

 

Nicht immer muss die Domain als Ganze dabei negativ auffallen. Es kann sich durchaus um eine vertrauenswürdige Webseite handeln, welche aber über einzelne minderwertige Unterseiten verfügt. Befindet sich Ihr Backlink nun auf solch einer Unterseite, kann er dennoch schädlich sein, auch wenn die Webseite als solche einen seriösen Eindruck macht oder von einem namhaften Anbieter stammt.

Dies kann beispielsweise passieren, wenn ein Seitenbetreiber vergisst, die Kommentarfunktion unter einem Blogartikel auszublenden. Schnell nutzen Spammer die Gelegenheit, um massenweise Backlinks zu meistens themenfremden Seiten zu setzen. Befindet sich nun auch ein Backlink zu Ihrer Webseite auf jener Unterseite, kann sich das negativ auf Ihr Linkprofil auswirken.

Sie sollten bei der Analyse Ihres Linkprofils also stets genau die Unterseite(n) betrachten, auf welchem Ihr Backlink auch tatsächlich platziert ist.

Disavow mittels Tools Xovi

Einige kostenpflichtige Tools wie Xovi erkennen toxische Backlinks automatisch und geben einen entsprechenden Hinweis auf die Gefährdungsstufe. Mit einem Klick können Sie sich von dem jeweiligen Tool dann die Disavow Datei automatisch generieren lassen.

Doch hier gilt, dass Sie sich nicht immer allein auf die Beurteilung der Software verlassen sollten. Bewerten Sie im Zweifel einen Backlink selbst, damit Sie nicht ausversehen aufgrund einer fehlerhaften Beurteilung einen eigentlich starken Backlink in die Disavow Datei packen.

Google Disavow Datei manuell erstellen

Alternativ können Sie die Google Disavow Datei natürlich auch manuell erstellen. Hierfür benötigen Sie einen einfachen Texteditor, wie beispielsweise den Standardeditor von Microsoft:

 

 

Tragen Sie in die Datei nun alle Backlinks untereinander ein, die Sie entwerten lassen möchten.

Hierbei stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur Verfügung:

Alle Backlinks auf der gesamten Domain entwerten

Haben Sie einen oder mehrere Backlinks von einer insgesamt minderwertigen Webseite, können Sie alle Backlinks dieser Domain für ungültig erklären lassen. Geben Sie hierfür einfach die entsprechende Domain in der Disavow Datei wie folgt ein:

domain:www.spam.de
domain:www.spam1.de
domain:www.spam12.com

Backlinks auf einzelnen Unterseiten der Domain entwerten

Es kann auch sein, dass Sie bloß Backlinks auf einer einzelnen Unterseite bzw. URL innerhalb einer bestimmten Domain entwerten lassen möchten. In diesem Fall tragen Sie nur die konkrete URL ein, die von Google nicht mehr gewichtet werden soll:

https://www.spam.de/unterseite1
https://www.spam.de/unterseite2

Die fertige Disavow Liste könnte wie folgt aussehen:

 

Speichern Sie die Liste unter dem Namen „Disavow.txt“ ab. Den Dateinamen können Sie grundsätzlich frei wählen, die Dateiendung muss allerdings .txt sein.

Google Disavow Datei einreichen

Um die Datei einzureichen, müssen Sie Ihre Inhaberschaft für Ihre Domain in der Google Search Console verifiziert haben.

Rufen Sie dann das Google Disavow Tool auf: Direkter Link zum Disavow Tool

Wählen Sie im linken Dropdown-Menü die Domain aus, für welche Sie Backlinks entwerten lassen möchten und klicken Sie anschließend auf den roten Button mit der Aufschrift „Links für ungültig erklären lassen“.

 

 

Im sich öffnenden Fenster können Sie nun die zuvor erstellte Disavow.txt Datei hochladen. Klicken Sie dann auf „Senden“.

 

 

Möchten Sie die Liste in Zukunft um weitere Einträge ergänzen, können Sie die vorhandene Liste herunterladen, bearbeiten und anschließend aktualisiert wieder hochladen. Es kann immer nur eine einzige Disavow Datei eingereicht werden.

Sollte ich auch nofollow Links mit in die Datei nehmen?

Backlinks mit dem nofollow Attribut werden von Google ohnehin nicht bewertet. Daher müssen diese auch nicht zwangsläufig in der Disavow Datei aufgeführt werden. Es bringt allerdings auch keine negativen Konsequenzen mit sich, wenn Sie dennoch minderwertige nofollow Backlinks mit in die Liste schreiben.

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Content Curation

Was bedeutet Content Curation?

Bei der Content Curation werden thematisch relevante Inhalte aus anderen Quellen über den eigenen Blog oder die eigenen Social Media Kanäle verbreitet. Dabei werden die Inhalte meist noch durch eigene Inhalte ergänzt oder anderweitig für die eigene Zielgruppe aufbereitet.

Wozu Content Curation?

Bei der Content Curation geht es keineswegs darum, fremde Inhalte einfach stumpf zu kopieren. Daher hat Content Curation auch nichts mit Content Diebstahl gemeinsam.

Das Ziel der Content Curation sollte es vielmehr sein, das Wissen mehrerer Fachexperten zu bündeln und so umfangreiche Inhalte zu generieren, die ein Thema vollständig abdecken. Dafür werden fremde Inhalte – meistens aus mehreren unterschiedlichen Quellen – zu einem bestimmten Thema gesammelt, organisiert und mit dem eigenen Input angereichert. Beispielsweise können verschiedene Sichtweisen und Meinungen anderer Experten zu einem Thema aufgezeigt werden, um so einen Perspektivwechsel zu ermöglichen.

Content Curation funktioniert allerdings nur, wenn man die Sache strukturiert und gut durchdacht angeht. Einfach wahllos irgendwelche Quellen zusammen zu würfeln ist definitiv nicht der Sinn von Content Curation. Vielmehr handelt es sich hierbei um ein sehr zeitintensives Vorgehen. Vor allem das Herausfiltern und Recherchieren passender Quellen und deren sinnvolle Organisation nehmen viel Zeit in Anspruch.

Vorteile der Content Curation

Viele Unternehmen sträuben sich davor, Content Curation innerhalb der eigenen Marketingstrategie anzuwenden. Zu groß ist die Befürchtung, man würde der Konkurrenz durch das Teilen der Inhalte zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen und seine eigenen Kunden so förmlich direkt in ihre Hände spielen.

Sicherlich kann das passieren, wird es in der Regel aber nicht. Vielmehr bietet Content Curation Ihnen die Möglichkeit, sich als Experte auf Ihrem Gebiet zu etablieren. Indem Sie Inhalte anderer teilen, zeigen Sie sowohl Ihren Kunden als auch Ihrer Konkurrenz, dass Sie fähig sind, über den Tellerrand zu schauen und dass Sie sich bestens in Ihrer Branche auskennen.

Die im Rahmen der Content Curation von Ihnen zusammengestellten Inhalte bieten allen Beteiligten zudem einen besonderen Mehrwert. Nutzer müssen auf der Suche nach vollständigen Informationen nicht mehr auf diversen Seiten recherchieren, wenn sie auf Ihrer Seite alle Informationen gut aufbereitet und vollständig vorfinden. Daher ist die Befürchtung, die eigenen Mitstreiter indirekt zu bewerben, vollkommen unbegründet.

Darüber hinaus kann Content Curation das eigene Suchmaschinenranking signifikant verbessern. Ist der aufbereitete Inhalt gelungen und wird das Thema umfassend behandelt, stuft auch Google die Relevanz der Seite zu diesem Thema äußerst hoch ein. Verstärkt wird das dadurch, dass der Inhalt womöglich so gut bei anderen ankommt, dass diese den Beitrag selbst freiwillig verbreiten oder in ihrem Blog verlinken (Stichwort: Backlinks). Für Google sind dies wichtige Signale, um die Nützlichkeit einer Webseite für Suchende zu bewerten.

 

Vorteile von Content Curation im Überblick:

 

  • Verbesserung des Markenimages
  • Wahrnehmung als Experte
  • Stärkung der Kundenbindung
  • Bessere Google Platzierung durch Usersignale und Backlinks

Arten von Content Curation

Grundsätzlich wird zwischen fünf verschiedenen Arten der Content Curation unterschieden:

1. Destillation

Bei dieser Form der Content Curation werden die wichtigsten Informationen aus unterschiedlichen Quellen „destilliert“, also herausgefiltert und zu einem neuen Artikel zusammengefasst, der alle relevanten Informationen zu einem bestimmten Thema an einer Stelle vereint.

2. Aggregation

Die Aggregation ähnelt stark der Destillation. Allerdings werden Informationen hier nicht auf das Wesentliche beschränkt, sondern ganzheitlich aufbereitet. Top 10 Listen fallen beispielsweise in diesen Bereich.

3. Chronology

Hierbei werden verschiedene Artikel gesammelt und in ihrer zeitlichen Abfolge – meist anhand einer Timeline – präsentiert. Somit können Nutzer Entwicklungen eines Themas besser nachvollziehen.

4. Mashups

Bei Mashups wird verstärkt auf Sichtweisen und Stellungnahmen verschiedener Experten zu einem Thema gesetzt. So sollen neue Perspektiven auf ein Thema ermöglicht werden, die mit einer eigenen Schlussfolgerung abgerundet werden können. Die Betrachtung eines Themas aus unterschiedlichen Blickwinkeln kann die eigene Glaubwürdigkeit bei der Zielgruppe verstärken. Denn indem verschiedene Betrachtungsmöglichkeiten aufgezeigt werden, zeigt man nicht nur seine Offenheit gegenüber anderen Meinungen, sondern dass man sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt hat und dadurch in der Lage ist, stichhaltige Argumente aufzuführen.

5. Elevation

Hier wird eine Vielzahl an unterschiedlichen Informationen aus diversen Quellen gesammelt, um vor allem wichtige Themen umfassend und tiefergehend zu präsentieren. Meistens werden hierfür Linklisten zusammengestellt, die auf alle bedeutenden Quellen verweisen.

Vorgehensweise bei der Content Curation

Der gesamte Rechercheprozess muss maximal strukturiert und organisiert ablaufen. Zudem sollten die Bedürfnisse und das Interesse der eigenen Zielgruppe ausgiebig erörtert werden. Die wichtigsten Fragen, die Sie sich im Vorfeld stellen sollten, sind:

 

  • Wofür interessiert sich Ihre Zielgruppe?
  • Über welches Thema möchten Sie eine Zusammenstellung präsentieren? Ist das Thema für Ihre Zielgruppe interessant? Besteht überhaupt Bedarf an einer Zusammenstellung?
  • Welche Quellen sind hierfür geeignet? Wie lassen sich diese am sinnvollsten organisieren?
  • Lohnt sich der Aufwand?
  • Auf welchen Kanälen und in welchem Format soll der Content anschließend geteilt werden?

 

Beliebte Formate für die Content Curation sind beispielsweise:

 

  • Infografiken, die sich aus Informationen externer Experten und den eigenen zusammensetzen
  • Eigenständig durchgeführte Interviews mit Experten zu dem jeweiligen Themengebiet
Tipp Icon

Gut zu wissen

Tools wie Storify bündeln Beiträge zu bestimmten Themen, was die Auswahl passender Quellen im Rahmen der Content Curation stark erleichtern kann. Es lohnt sich also, hier ein kostenloses Profil anzulegen und sich inspirieren zu lassen.

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Mobilegeddon

Was bedeutet Mobilegeddon?

Mobilegeddon ist eine Aktualisierung des Google Algorithmus, welche erstmals am 21. April 2015 veröffentlicht wurde.

Seit dem Mobilegeddon werden Webseiten, die für mobile Geräte optimiert sind, deutlich besser in den Suchergebnissen gelistet und gegenüber nicht-optimierten Webseiten im Ranking bevorzugt.

Der Begriff „Mobilegeddon“ ist dabei ein Kofferwort, das sich aus „Mobile“ und „Armageddon“ zusammensetzt. Dadurch sollen die drastischen Auswirkungen verdeutlicht werden. Mobilegeddon hatte demnach sogar deutlich stärkere Auswirkungen auf die Suchergebnisse als die Updates Google Penguin und Google Panda.

Gründe für das Ausrollen von Mobilegeddon

Google möchte seinen Nutzern stets die für ihre Suchanfrage besten Ergebnisse auf den vordersten Plätzen präsentieren. Neben der inhaltlichen Relevanz spielt jedoch auch die Usability (Bedienbarkeit) der Webseite eine Rolle.

Ruft ein User eine Webseite über sein Smartphone auf, welche er von seinem Gerät aus nicht einwandfrei bedienen kann, verlässt er die Seite innerhalb weniger Augenblicke wieder. Demzufolge konnte seine Suchanfrage durch den Aufruf dieser Webseite nicht hinreichend beantwortet werden.

Der Inhalt einer Seite kann noch so toll sein – kann der User diesen durch eine schlechte Usability nicht erreichen, nützt er ihm letztendlich nichts.

Um Nutzern diese Zeit zu ersparen, sollten durch Mobilegeddon zukünftig hauptsächlich Webseiten eine hohe Position aufweisen, die sich unabhängig vom verwendeten Endgerät aus bedienen lassen, sodass User schnell an die gewünschten Informationen kommen.

Ausschlaggebend für das Ausrollen von Mobilegeddon ist demnach die vermehrte mobile Internetnutzung und damit verbunden die zunehmende Google-Suche über mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets. Folgende Grafik von Statista veranschaulicht, wie stark die Nutzung des mobilen Internets in den vergangenen Jahren gestiegen ist:

 

Was bedeutete Mobilegeddon für Seitenbetreiber?

Seitenbetreiber, deren Webseiten nicht für mobile Geräte optimiert wurden, verloren stark an Sichtbarkeit in den Google Ergebnissen. Bis zu 10% ihres jährlichen Traffics mussten viele Betreiber einbüßen. Folglich begannen viel erst nach Mobilegeddon mit der Umsetzung eines responsive Webdesigns, um dem Abstieg im Ranking entgegenzuwirken.

Um weiterhin Druck auszuüben, wurden nicht-mobiloptimierte Webseiten mit Ausrollen von Mobilegeddon 2 im Mai 2016 noch stärker im Ranking herabgestuft.

Heute ist eine gute Google Position mit einer nicht-optimierten Webseite daher so gut wie unmöglich.

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Guerilla Marketing

Was ist Guerilla Marketing?

Beim Guerilla Marketing handelt es sich um eher unkonventionelle Werbemaßnahmen, die vor allem auf den Überraschungsmoment setzen. Kreative Ideen werden an außergewöhnlichen Orten besonders aufmerksamkeitsstark in Szene gesetzt.

Oftmals kommt beim Guerilla Marketing dabei nur ein überschaubares Budget zum Einsatz, mit dem dennoch eine größtmögliche Wirkung und bestenfalls ein viraler Effekt erzielt werden sollen.

Woher stammt der Begriff  “Guerilla Marketing”?

Der Begriff Guerilla Marketing wurde in den 1980er Jahren von US-Marketer Jay Conrad Levinson eingeführt und leitet sich von der Militärsprache ab. „Guerilla“ kommt aus dem Spanischen (la guerra = Krieg) und bezeichnet einen Kämpfer bzw. Krieger, der seine Gegner durch überraschende oder unkonventionelle Kampfhandlungen aus dem Hinterhalt angreift und versucht, ihn so zielgerichtet zu schwächen.

Auch beim Guerilla Marketing „schleicht“ sich die Werbebotschaft sozusagen an, um die Zielgruppe aus dem Hinterhalt zu überraschen. Durch eher untypische Maßnahmen wird hier ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz erlangt.

Der ursprüngliche Gedanke des Guerilla Marketings war das Ziel Levinsons, dass auch kleinere Marken und Firmen mit wenig Budget einen maximalen Werbeeffekt erzeugen können. Heute wird Guerilla Marketing jedoch hauptsächlich von großen Unternehmen und Konzernen für die Vermarktung ihrer Produkte und Dienstleistungen eingesetzt.

Da Guerilla Marketing von eher ungewöhnlichen Werbemethoden lebt, gehört es in den Bereich des Below-the-Line Marketings.

Vorteile von Guerilla Marketing

Studien zufolge erreichen uns heute täglich etwa 10.000 Werbebotschaften. Für Unternehmen wird es daher zunehmend schwer, sich Gehör bei der jeweiligen Zielgruppe zu verschaffen. Denn kaum ein Konsument ist in der Lage, diese Flut an Werbebotschaften noch bewusst wahrzunehmen. Um wieder Herr über die Reizüberflutung zu werden, fängt unser Gehirn stattdessen an, die Werbung um uns herum immer stärker zu ignorieren. Die Folge ist ein Phänomen, das auch als Werbeblindheit oder Banner Blindness bezeichnet wird.

Unternehmen müssen also anfangen, sich durch originelle Ideen von ihren Mitbewerbern abzuheben, wenn sie von ihrer Zielgruppe wahrgenommen werden wollen. Langweilige Werbebotschaften funktionieren immer weniger. Um die Aufmerksamkeit von Konsumenten zu gewinnen, sollten daher andere Methoden wie Storytelling oder Guerilla Marketing zum Einsatz kommen.

Guerilla Marketing setzt dabei stark auf den Überraschungseffekt. Werbung wird meistens auf Gegenständen und an Orten platziert, an denen Konsumenten überhaupt nicht mit Werbung rechnen. Diese Überraschung sorgt dafür, dass die Zielgruppen freiwillig anfangen, sich mit der ungewöhnlichen Werbung zu beschäftigen. Sie wollen wissen, was da los ist.

Guerilla Marketing ist demnach eine äußerst aufmerksamkeitsstarke Werbemethode, die auch darüber hinaus für Gesprächsstoff sorgt. Ist die Idee besonders originell, werden Fotos davon gemacht und womöglich über soziale Netzwerke mit dem eigenen Umfeld geteilt. Durch einen viralen Effekt wird schließlich die Reichweite erhöht und die Brand Awareness gesteigert. Social Media hat damit entscheidend zur Effizienzsteigerung von Guerilla Marketing beigetragen.

Guerilla-Marketing-Maßnahmen funktionieren in der Regel aber nur einmal. Danach wird die Aktion über Mundpropaganda verbreitet, so das Ziel. Viele dieser Marketing-Maßnahmen finden direkt in der Öffentlichkeit statt.

 

Vorteile von Guerilla Marketing im Überblick:

 

  • Steigerung des Markenimages und der Brand Awareness
  • Im Vergleich zu herkömmlicher Werbung besonders effektiv
  • Mit geringem Budget und wenig Aufwand lassen sich große Erfolge erzielen
  • Nachhaltige Aufmerksamkeit
  • Reichweitenerhöhung
  • Viraler Effekt
  • Hervorstechen aus der Masse
  • Schnelle Erhöhung des Umsatzes
  • Kreatives Guerilla Marketing bleibt länger im Gedächtnis
  • Mehr Reichweite durch Mundpropaganda und Generierung von „Buzz“ (Gesprächsstoff)
  • Mehr Traffic auf der Firmenwebseite
  • Gewinnung von Neukunden

Arten von Guerilla Marketing

Ambient Marketing

Mit Ambient Marketing bezeichnet man Produktinszenierungen, die sehr überraschend im täglichen Umfeld der Konsumenten stattfinden. Ambient Marketing begegnet man daher häufig an viel frequentierten, öffentlichen Plätzen wie Flughäfen, Bushaltestellen, gut sichtbaren Hauswänden, Supermärkten (z.B. auf Kassenbons) oder in der Gastronomie (hier zum Beispiel oftmals auf Bierdeckeln, Toiletten etc.).

Beispiele für Ambient Marketing

Anfang 2012 sorgte der TV-Sender TNT in Belgien in einer Fußgängerzone für Aufmerksamkeit. Mitten auf dem Platz wurde dafür ein roter Knopf installiert und die Passanten aufgefordert, ihn zu drücken. Als sich ein paar Mutige dazu bereit erklärten, spielte sich vor ihren Augen plötzlich eine überraschende Filmszene ab. Das Publikum kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus und man sieht bereits in den Gesichtern, dass hier auch starke Emotionen ausgelöst werden. Dieses Ereignis werden sie sicherlich nicht so schnell vergessen:

Ambush Marketing

Das Ambush Marketing wird auch als Trittbrettfahrer Marketing bezeichnet. Hier werden beispielsweise große und namhafte Events genutzt, um die eigene Marke in Szene zu setzen. Aber auch aktuelle Themen der Medienwelt oder negative Schlagzeilen, womöglich von direkten Mitbewerbern, können zum eigenen Vorteil genutzt werden.

Moskito Marketing

Beim Moskito Marketing werden gezielt die Schwachstellen der Konkurrenz aufgegriffen, um seine eigenen Produkte und Dienstleistungen in ein besseres Licht zu rücken.

Sensation Marketing

Beim Sensation Marketing wird dem Publikum eine besondere Show (meist an öffentlichen, gut befüllten Plätzen) angeboten, über welche dieses noch lange Zeit spricht. Das Publikum wird hierbei in den meisten Fällen aktiv mit einbezogen.

Ziel des Sensationsmarketings ist es, durch meist spektakuläre Werbeaktionen einen „Wow“-Effekt auszulösen. Flashmobs in der Fußgängerzone fallen zum Beispiel in den Bereich Sensation Marketing.

Buzz Marketing

Buzz bedeutet so viel wie „Gesprächsstoff“, „Gerede“ oder „Gerücht“. Das Buzz Marketing zielt darauf ab, die Bekanntheit einer Marke oder eines Produktes über Mundpropaganda zu steigern. Meistens wird dies durch eine aufmerksamkeitsstarke Story oder Werbebotschaft erzielt.

Gute Guerilla Marketing Kampagnen erzeugen meistens „Buzz“ bei den Werbeempfängern. Wurde eine Werbung bspw. auf einem öffentlichen Platz kreativ in Szene gesetzt, erzählen Passanten davon meistens auch Freunden oder Bekannten. Auch das Fotografieren der Werbung und das Teilen auf Social Media sorgt für Gesprächsstoff und damit für eine Weiterverbreitung der Werbebotschaft.

Wo wird Guerilla Marketing eingesetzt?

Guerilla Marketing kann prinzipiell von jedem Unternehmen eingesetzt werden. Häufig trifft man aber bei der Vermarktung von Filmen und im Sport auf Guerilla Marketing.

Dadurch, dass originelle und ungewöhnliche Werbung in der Regel zum viralen Selbstläufer wird und sich die Botschaft automatisch verbreitet, stößt man oft im Bereich des Viral Marketings auf diese Werbeform.

Risiken von Guerilla Marketing

Erfolg und Misserfolg liegen auch beim Guerilla Marketing oftmals sehr nah beieinander. Was der eine unterhaltsam findet, kann einen anderen empören und negative Assoziationen auslösen. Fehlplatziertes Guerilla Marketing kann schlimmstenfalls zu Verärgerung und Verständnislosigkeit führen, was einen Image-Schaden und unangenehmen Shitstorm nach sich ziehen kann.

Unternehmen, die auf Guerilla Marketing setzen möchten, sollten daher stets auch genauestens bedenken, welche negativen Reaktionen die Kampagne auslösen könnte und einen Notfallplan zusammenstellen, um im Zweifelsfall direkt eingreifen zu können.

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Cross Selling

Cross Selling – was versteht man darunter?

Als Cross Selling (auch Kreuz- oder Querverkauf) bezeichnet man eine Verkaufsstrategie, bei welcher Kunden, die bereits ein Produkt gekauft haben, weitere ähnliche Produkte vorgeschlagen werden. Die vorgeschlagenen Produkte passen dabei in der Regel stets zu dem vom Kunden gekauften Produkt, lassen sich mit diesem also kombinieren oder ergänzen. Hier ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde tatsächlich Bedarf hat, tendenziell größer.

Kaufen Sie beispielsweise in einem Ladengeschäft ein Handy und der Verkäufer überredet Sie, zu dem Handy noch eine Hülle dazu zu kaufen, spricht man von Cross Selling.

Cross Selling wird sowohl online als auch offline mit dem Ziel der Umsatzsteigerung und Verbesserung der Vertriebseffizienz eingesetzt.

Weitere Beispiele, bei denen Cross Selling zum Einsatz kommt:

 

  • Tankstellen (Querverkauf bspw. von Nahrungsmitteln)
  • Friseur (neben dem Haarschnitt werden noch passende Pflegeprodukte angeboten)
  • Onlineshops (bei Amazon werden beispielsweise stets ähnliche Produkte angezeigt)
  • Kino (neben den Filmtickets werden auch Popcorn und Getränke verkauft)
  • IKEA (neben dem Möbelverkauf werden auch Nahrungsmittel verkauft)
  • Autohändler (Querverkauf von bspw. Winterreifen zum gekauften Auto)
  • Apotheken (neben Medikamenten werden auch Pflegeprodukte angeboten)

Wann lohnt sich der Einsatz von Cross Selling?

Cross Selling lohnt sich für Händler meistens nur, wenn diese eine ausreichende Menge an Produkten im Sortiment haben, die sich gegenseitig ergänzen und kombinieren lassen.

Vorteile von Cross Selling

Cross Selling bietet für Händler viele Vorteile. Zum einen profitieren sie von deutlich geringeren Akquisitionskosten, da gezielt Kunden angesprochen werden, die bereits Interesse an ähnlichen Produkten gezeigt haben. Hat ein Kunde also ein Handy gekauft, ist es naheliegend, dass er für dieses womöglich noch eine Hülle oder ein Ersatzladekabel benötigt.

Zudem kann Cross Selling dabei unterstützen, Produkte zu bewerben, nach welchen der Kunde nicht explizit gefragt hat, die jedoch durchaus interessant für ihn sein könnten. Kauft ein Kunde beispielsweise eine Lampe und werden ihm passende Glühbirnen angezeigt, wird er womöglich auf den Gedanken kommen: „Stimmt, ich könnte ja gleich noch eine Glühbirne als Ersatz dazu kaufen“.

Durch die engere Verzahnung von Unternehmen mit dem Kunden kann durch Cross Selling zudem der Customer Lifetime Value gesteigert werden.

 

Vorteile auf einen Blick:

 

  • Vorhandene Kundenbeziehungen können für neue Umsätze genutzt werden, was zu geringeren Akquisitionskosten führt
  • Kundenbindung wird langfristig gestärkt
  • Erhöhung des Umsatzes und des Gewinns
  • Forcierung des Hauptsortiments über ein Randsortiment
  • Forcierung des Randsortiments über das Hauptsortiments
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Gut zu wissen

Amazon gab an, dass 35% seines Umsatzes auf den Einsatz von Cross Selling zurückzuführen ist. Der Branchendurchschnitt liegt etwa bei 10%.

Verwendung von Cross Selling in Onlineshops

Ein spontaner Kauf ist online nur wenige Klicks entfernt, sodass Cross Selling vor allem bei Onlinehändlern ein beliebtes Mittel ist um den Umsatz pro Kunde zu erhöhen. Eine Cross Selling Kampagne sollte vorab sorgfältig geplant werden. So sollten sich Shopbetreiber zunächst Gedanken darüber machen, welche ihrer Produkte zusammenpassen. Es ist sehr hilfreich, das bisherige Kaufverhalten Ihrer Kunden hierfür zu analysieren. Welche Produkte wurden von Ihren Kunden in Vergangenheit häufig in Kombination gekauft?

Die technische Umsetzung des Cross Sellings erfolgt meist mithilfe automatisierter Tools, die zusammengehörige Produkte erkennen und entsprechend dem Nutzerverhalten ausspielen können. Die meisten Shopsysteme wie Magento, Shopware oder WordPress (bzw. WooCommerce) haben die Möglichkeit des Cross Sellings bereits standardmäßig integriert.

In WooCommerce können Sie beispielsweise bei jedem Produkt manuell passende Cross Selling Produkte angeben:

BILD

 

Alternativ ermittelt das System automatisiert mithilfe eines Algorithmus passende Produkte, zum Beispiel anhand von Ihnen definierten Schlagwörtern, die mit dem jeweiligen Artikel in Verbindung stehen. Als Grundlage für die Ermittlung passender Querverkäufe dienen außerdem die bereits vom Nutzer innerhalb der Customer Journey angesehenen oder gekauften Artikel bzw. Produktkategorien.

Um Verkaufschancen frühzeitig zu erkennen, empfiehlt sich außerdem die Verwendung eines modernen CRM Systems. Mit einem CRM lässt sich die Organisation der über Bestellverlauf und Interaktionen erfassten Informationen weitaus effizienter gestalten.

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Zusätzlicher Tipp für Onlinehändler

Bieten Sie sich ergänzende Produkte in einem Bundle zu einem günstigeren Gesamtpreis an, als sie einzeln kosten würden. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass vor allem Schnäppchenjäger durch den Nachlass gleich zum Komplettpaket greifen. Zeigt ein Kunde beispielsweise Interesse an einer Kamera, wird er nicht abgeneigt sein, ein Komplettpaket mit Zusatzakku, Kameratasche und Speicherkarte zu erwerben, da er diese Dinge ohnehin irgendwann kaufen würde.

Wann sollten Cross Selling Produkte angezeigt werden?

Shopbetreiber haben grundsätzlich drei Möglichkeiten, dem Kunden passende Produkte zu präsentieren:

 

  • Vor dem Kauf: Bereits auf der Produktseite können ähnliche Produkte unterhalb der Beschreibung oder innerhalb einer Sidebar platziert werden.
  • Während des Kaufs: Cross Selling wird meistens während des Checkout Vorgangs angeboten. Hier wiederum meistens entweder auf der Warenkorbseite oder kurz vor dem Bezahlvorgang. Verschiedene Studien zeigen, dass der Einsatz von Cross Selling an dieser Stelle die Verkäufe um durchschnittlich 3% erhöht.
  • Nach dem Kauf: Auch nach dem Kauf können Sie den Kunden durch Cross Selling zu weiteren Käufen animieren. Hierfür können Sie entweder passende Produkte über das Kundenkonto des Nutzers ausspielen oder aber Sie senden personalisierte Follow-Up-Emails. Zum Beispiel: „Sie haben einen Laptop gekauft, aber noch keinen Drucker? Dann lohnt sich ein Blick in unseren Shop, denn nur diese Woche bieten wir 15% auf alle Drucker der Marke HP!“
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In Onlineshops erkennt man Cross Selling meist an folgenden Hinweisen:

 

  • „Diese Produkte könnten Ihnen auch gefallen“
  • „Ähnliche Produkte wie die, die Sie sich angesehen haben“
  • „Andere Kunden kauften auch…“
  • „Meistverkaufte Produkte in dieser Kategorie“
  • „Bestseller in dieser Kategorie“
  • „Wir empfehlen außerdem folgende Artikel“
  • „Zubehör zu diesem Artikel“
  • „Ähnliche Produkte“
  • „Wird oft zusammen gekauft“

Unterschied von Cross Selling und Upselling

Beide Praktiken haben das Ziel, den Warenkorbwert des Kunden zu erhöhen. Beim Upselling sollen Kunden durch zusätzliche Vorteile jedoch dazu bewegt werden, ein teureres und hochwertigeres Produkt zu kaufen, statt dem ursprünglich geplanten. Hatte ein Kunde also ursprünglich geplant, ein eher günstiges Telefon zu erwerben, wird beim Upselling versucht, ihn von einem hochwertigeren Telefon zu überzeugen, beispielsweise, indem tolle Funktionen angepriesen werden, die die günstige Variante nicht bietet. Der Preisunterschied darf hierbei natürlich nicht wesentlich größer ausfallen, da der Kunde offensichtlich nicht allzu viel ausgeben wollte. Hatte er eigentlich geplant, nur 20€ auszugeben, wird er womöglich 40€ ausgeben, wenn das andere Modell ihn wirklich überzeugen kann. Ein Modell für 150€ wird aber wohl kaum in seinem Warenkorb landen, auch wenn es noch so tolle Features bietet.

Bedeutung von Cross Selling für SEO

Cross Selling bietet durchaus auch für die Suchmaschinenoptimierung einen großen Vorteil. Denn gerade Produktdetailseiten besitzen häufig nur wenige eingehende Links und darüber hinaus oftmals auch nur sehr wenig Text (Thin Content). Durch den Querverweis ähnlicher Produkte zueinander wird also auch die interne Verlinkung der Seite gestärkt, sodass sich die einzelnen Produkte gegenseitig „pushen“. Suchmaschinen fällt es so leichter, alle Produktseiten zu finden und in den Suchmaschinenindex aufzunehmen.

Im Idealfall sollte eine Produktseite mindestens über zehn interne Verlinkungen verfügen.

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Content Siloing

Was ist Content Siloing?

Content Siloing ist eine bedeutende Vorgehensweise im Bereich der Suchmaschinenoptimierung. Mithilfe von Content Siloing soll die Struktur einer Website so verbessert werden, dass Crawler das Thema der Seite besser erfassen können. Dies wiederum sorgt für eine stärkere Themenrelevanz der Webseite für relevante Suchanfragen und damit für ein besseres Suchmaschinenranking.

Vorgehensweise beim Content Siloing

Unter einem Silo versteht man eigentlich einen Behälter, in welchem zum Beispiel Getreide aufbewahrt wird. Das Ziel beim Content Siloing ist es, die Webseite ebenfalls in verschiedene „Silos“ einzuteilen, die jeweils einen anderen Themenschwerpunkt enthalten. Jedem dieser Themenschwerpunkte können wiederum einzelne Unterpunkte zugeordnet werden. So können zwar mehrere Themen nebeneinander existieren, deren Inhalte sind jedoch thematisch klar voneinander abgegrenzt.

Durch die klare Themenabgrenzung und deren Verbindung untereinander wird eine bessere Seitenstruktur erreicht, die sowohl Suchmaschinen als auch Nutzern dabei hilft, zu verstehen, worum es auf einer Seite geht. Durch die klare Themenabgrenzung können einzelne Kategorien der Seite gestärkt werden, was eine umfassendere Themenrelevanz ermöglicht. Webseitenbetreiber können sich so leichter als Experten für spezifische Fachgebiete etablieren.

Wie erfolgt die Themen Clusterung im Rahmen von Content Siloing?

Zunächst geht es darum, das Hauptthema und die jeweiligen Unterthemen einer Seite zu ermitteln. Um jedes Thema auf einem relevanten Keyword aufzubauen, ist eine fundierte und umfassende Keywordrecherche unabdingbar. Thematisch relevante Keywords sollten dabei in sogenannten Themen Clustern zusammengefasst werden. Synonyme eines Keywords oder wortverwandte Begriffe werden dabei im selben Silo untergebracht.

Nehmen wir als Beispiel einen Onlineshop, der Kleidung für Herren und Damen verkauft.

Die Hauptkategorien des Shops wären „Herren“ und „Damen“. Die Kategorie Herren wiederum hätte als Unterthemen „Schuhe“, „Taschen“, „Jacken“. Diese Unterthemen können nun selbst wieder Unterthemen haben, wie beispielsweise die Unterteilung in verschiedene Marken.

Content Siloing und die interne Verlinkung (Virtual Siloing)

Eine gut durchdachte interne Verlinkung spielt bei der Stärkung einer Seite durch Content Siloing eine entscheidende Rolle. Denn die interne Verlinkung hilft insbesondere dem Google Bot zu verstehen, welche Themen zueinander gehören. Daher sollte die interne Verlinkung stets nur zwischen Themen erfolgen, die thematisch auch zueinander passen. Hauptthema A sollte also intern auf Unterthema A verlinken und umgekehrt. Verlinkt Hauptthema A jedoch intern auf Unterthema B, kann dies die Themenrelevanz wieder schwächen, weswegen wirklich konsequent nur auf Bereiche desselben Themengebietes verlinkt werden sollte.

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Eye Tracking

Was ist Eye Tracking?

Das Eye Tracking (zu Deutsch: Blickbewegungsmessung) ist ein beliebtes Verfahren, das hauptsächlich im Bereich der Usability Optimierung Anwendung findet. Hierbei werden mittels spezieller Brillen, Webcams oder externen Remote-Eye-Trackern die Blickverläufe der Nutzer entlang einer Webseite erfasst, aufgezeichnet und anschließend visuell dargestellt.

Wozu wird Eye Tracking eingesetzt?

Eye Tracking liefert wertvolle Informationen darüber, wie Anwender visuelle Informationen verarbeiten und wahrnehmen. Für Seitenbetreiber bietet Eye Tracking daher vielfältige Möglichkeiten für die Analyse des Nutzerverhaltens auf ihrer Webseite. Unter anderem können folgende Kernfragen beantwortet werden:

 

  • Wie gut finden sich Nutzer auf der Webseite zurecht?
  • Welchen Weg gehen Nutzer entlang der Webseite, um an für sie relevante Informationen zu gelangen?
  • Welche Elemente werden von Nutzern wahrgenommen und welche übersehen?
  • Wie lange und wie oft werden bestimmte Bereiche der Webseite fokussiert?
  • In welcher Reihenfolge werden Elemente auf der Webseite wahrgenommen?
  • Welche Bereiche, zum Beispiel Texte, werden intensiv gelesen und welche werden nur überflogen?
  • Werden bestimmte Inhalte wie Videos, PDF-Broschüren oder Werbebanner überhaupt angeklickt?
  • Werden bestimmte Funktionen und Schaltflächen (Buttons) der Webseite wahrgenommen?

 

Auf Basis von Eyetracking-Daten lassen sich so Rückschlüsse auf die Aufmerksamkeit und die Motivation bzw. Demotivation des Betrachters ziehen. Die Ergebnisse können anschließend genutzt werden, um Informationen effizienter zu vermitteln und so die Usability bzw. User Experience der Webseite zu verbessern. Dies wiederum führt dazu, dass eine deutlich höhere Conversion Rate erzielt werden kann, was sich in höheren Umsätzen wiederspiegelt.

Wie funktioniert Eye Tracking?

Das Eye Tracking hat seinen Ursprung im medizinischen Bereich, wo ausschließlich mit Kontaktlinsen gearbeitet wurde. Heute gibt es zahlreiche Hardware und Software Tools, mit welchen sich Eyetracking-Analysen durchführen lassen.

Mobile Eye Tracker

Mobile Eyetracker (Head-mounted Eyetracker) sind spezielle Brillen, die am Kopf der Testperson angebracht werden. Dabei werden sowohl das Auge, als auch die Umgebung, in welcher sich der Proband befindet, mithilfe einer kleinen Kamera gefilmt. Für eine zuverlässigere Auswertung können innerhalb der Umgebung noch sogenannte Marker platziert werden, die fixe Koordinaten festlegen. Dies hilft der Software bei der Orientierung und der Zuordnung der Blicke zu den anvisierten Bereichen innerhalb der Testumgebung. Mobile Eyetracker benötigen dabei mindestens ein Kabel zu einer mobilen Aufzeichnungseinheit, welches meistens jedoch so klein ist, dass es sich in der Hosentasche tragen lässt.

Durch ihre Mobilität eignen sich mobile Eyetracker für die Analyse der Augenbewegungen in jeglicher Umgebung. Beispielsweise lässt sich so das Kaufverhalten von Kunden in Supermärkten analysieren, aber auch das Fahren in einem Fahrzeug.

Auf der Webseite des bekanntesten Eye Tracker Herstellers Tobii kann man solch ein Gerät erwerben.

Remote Eye Tracker

Remote Eyetracker eignen sich insbesondere für Eyetracking-Analysen, die auf einem Bildschirm stattfinden. Im Bereich des Usability-Testings kommen also hauptsächlich diese Art von Eyetrackern zum Einsatz.

Die gesamte Hardware ist dabei fest am unteren Bereich des Monitors verbaut. Zum einen gibt es die Möglichkeit, einen speziell für Eyetracking entwickelten Komplettmonitor zu kaufen, zum anderen gibt es aber auch flexible Sensorleisten, die sich mithilfe von Magneten oder Klebestreifen an einen beliebigen Monitor anbringen lassen. Der Eyetracker sendet dabei (ungefährliches) Infrarotlicht aus, welches von den Augen des Probanden wiederum zurück zum Eyetracker reflektiert wird. Durch Filterung und Berechnung kann der Eyetracker schließlich die Augenposition und die Blickrichtung der Testperson erfassen. Die Genauigkeit ist hierbei recht hoch, die Abweichung beträgt im Durchschnitt nur etwa 0,5 cm. Die dazugehörige Software wird dabei am selben PC installiert, auf welchem der Test auch stattfindet.

Durch die sehr robuste Infrarot-Technologie können auch Personen mit Brille oder Kontaktlinsen problemlos an der Eyetracking-Analyse teilnehmen.

Ein weiterer Vorteil von Remote Eyetrackern ist der, dass Probanden ihren Kopf frei bewegen können. Das ermöglicht ein natürliches Verhalten. Denn noch vor einigen Jahren musste der Kopf stets fixiert werden und es durfte nicht geblinzelt werden, da sonst die Erkennung der Pupille verloren ging.

Die verschiedenen Formen der Blickbewegung

Die Blickbewegungen eines Probanden lassen sich grundsätzlich in drei verschiedene Punkte aufspalten:

 

  • Fixation: Hier ermittelt das Eyetracking-System, wie lange sich der Proband auf einen bestimmten Punkt fokussiert. Als Fixation gelten dabei Punkte, in denen das Auge für mindestens 0,3 Sekunden verharrt.
  • Sakkade: Die Sakkade bezeichnet den Sprung von einer Fixation zur nächsten. Die Augenbewegung ist hierbei ruckartig und schnell, sodass keine optischen Informationen aufgenommen werden können. Die Geschwindigkeit der Sakkaden kann Rückschlüsse auf die innere Befindlichkeit des Probanden zulassen.
  • Regression: Hiermit wird das Zurückkehren des Blickes auf eine zuvor bereits erfasste Stelle erfasst.

Kartografie und Auswertung der Augenbewegungen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für die visuelle Auswertung der durchgeführten Eyetracking-Analysen.

Heatmaps

Meistens erfolgt die Visualisierung über sogenannte Heatmaps. Eine Heatmap arbeitet dabei klassischerweise mit denselben Farben, die auch eine Wärmebildkamera erzeugt. Bereiche, die vom Nutzer registriert werden und die größte Aufmerksamkeit erzeugen, werden dabei rot dargestellt. Eher weniger beachtete Bereiche erscheinen hingegen bläulich.

Opacity Maps

Die Opacity Map kann man sich als Negativ-Bild einer Heatmap vorstellen. Alle Bereiche, die nicht betrachtet wurden, sind dunkel dargestellt. Nur die hellen Bereiche wurden vom Betrachter dementsprechend wahrgenommen.

Gazeplots

Gazeplots visualisieren den gesamten Blickverlauf des Probanden. Neben der Fixation werden also auch die Sakkaden als Linien dargestellt. Zudem zeigt eine Nummerierung die Reihenfolge auf, in welcher der Nutzer die Elemente wahrgenommen hat. Die Größe der Kreise gibt Auskunft über die Dauer der Betrachtung – bei großen Kreisen war der Blick also länger fokussiert, als bei kleineren Kreisen.

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