Google Penguin Update

Beim Google Penguin Update handelt es sich um eine permanente Änderung des Google Algorithmus. Erstmals durchgeführt wurde die Änderung am 24.04.2012.

Alle bisherigen Versionen des Penguin Updates im Überblick

  • Penguin 1.0: Algorithmus-Update am 24. April 2012
  • Penguin 1.1: Data Refresh am 22. Mai 2012
  • Penguin 1.2: Data Refresh am 5. Oktober 2012
  • Penguin 2.0: Algorithmus-Update am 23. Mai 2013
  • Penguin 2.1: Data Refresh am 4. Oktober 2013
  • Penguin 3.0: Data Refresh am 18. Oktober 2014
  • Penguin 4.0: Algorithmus-Update am 23.September 2016

Welches Ziel hat das Penguin Update?

Das Penguin Update dient insbesondere dazu, Webspam innerhalb der Suchergebnisse radikal einzudämmen. Daher ist das Penguin Update auch unter dem Namen „Webspam Update“ bekannt.

Vom Update betroffen waren weltweit insgesamt ca. 3% aller Webseiten, die unerlaubte Techniken einsetzten, um sich eine möglichst hohe Position in den Suchergebnissen zu „erschummeln“. Zu solchen Techniken, die gegen die Google Webmaster Richtlinien verstoßen, zählen beispielsweise Keyword Stuffing, Cloaking oder das Kaufen von Backlinks.

Da der Einsatz dieser Techniken einzig und allein dem Zweck dient, die eigene Position in den Suchergebnissen zu verbessern, bringen diese dem Nutzer selbst meistens keinen Mehrwert. Mit dem Google Penguin Update wird verhindert, dass solche Seiten zu Unrecht die Toppositionen in den Google Suchergebnissen belegen.

Webspam Formen im Überblick

Als Webspam klassifiziert Google unter anderem folgende Techniken:

  • Unnatürliche Backlinks: Dies können beispielsweise gekaufte oder getauschte Backlinks sein. Aber auch ein unnatürliches Wachstum der Backlinks wird von Google als Webspam eingestuft (wenn Sie bspw. mit einer neuen Domain direkt in den ersten 2 Wochen 5000 Backlinks bekommen).
  • Künstliche Verlinkung: Eine künstliche Verlinkung resultiert meist, wenn Backlinks hauptsächlich sogenannte Money Keywords als Linktext enthalten.
  • Black Hat SEO: Jegliche Methoden aus dem Black Hat SEO Bereich werden als Webspam gewertet. Hierzu gehören bspw. Keyword Stuffing, Cloaking, Doorway Pages oder Hidden Content.

Wie erkennen Sie, ob Ihre Website vom Penguin Update betroffen ist?

Ob Ihre Website vom Penguin Update betroffen ist, erkennen Sie wie schon beim Panda Update an einem Abfall der Sichtbarkeit in den Suchergebnissen. Durch die verschlechterten Rankings äußert sich dies oft auch in einem plötzlichen Trafficverlust.

Überprüfen können Sie die Sichtbarkeit Ihrer Website mit dem Sistrix Tool. Geht die Sichtbarkeit Ihrer Website über Wochen oder Monate hinweg gegen Null oder zumindest steil bergab, ist dies meist ein sicheres Indiz, dass Sie vom Penguin Update betroffen sind.

In einigen Fällen erhalten Webmaster aber auch direkt von Google über die Google Search Console eine Mitteilung über ein „unnatürliches Linkwachstum“. Navigieren Sie hierzu in der Google Search Console links über das Menü zu „Suchanfragen -> Manuelle Maßnahmen“. Im Idealfall sollten Sie keinerlei Mitteilung vorfinden.

penguin update

Sehen Sie hier aber die entsprechende Mitteilung, können Sie sich 100% sicher sein, dass Ihre Website vom Penguin Update betroffen ist.

Was können betroffene Webseiten tun?

Betroffene Webseiten sollten zunächst intensiv ihr Linkprofil überprüfen. Enthält das Linkprofil eine auffällig große Anzahl an schädlichen bzw. unnatürlichen Backlinks, sollten diese von den entsprechenden Seiten entfernt werden. Bei besonders vielen Backlinks kann dies jedoch sehr mühsam sein und nicht immer lassen sich Backlinks manuell entfernen.

In diesem Fall sollte über die Google Search Console eine Disavow-Datei eingereicht werden. In die Disavow-Datei werden alle Backlinks eingetragen, die von Google ignoriert und nicht in die Bewertung des Suchmaschinenrankings mit einbezogen werden sollen.

Unnatürliche Backlinks erkennen Sie an:

  • Eine übermäßig hohe Anzahl an Backlinks mit dem „dofollow“-Attribut im Verhältnis zu „nofollow“-Verlinkungen.
  • Eine übermäßig hohe Anzahl an Backlinks von ausländischen Webseiten bzw. Webseiten einer anderen Sprachversion als der Ihren.
  • Eine übermäßig hohe Anzahl an Backlinks von .edu oder .gov Domains.
  • Ein unnatürlich schnelles Linkwachstum innerhalb eines bestimmten Zeitraums.
  • Backlinks auf Seiten, von denen viele externe Links ausgehen. (FOTO)
  • Backlinks mit einer übermäßig hohen Anzahl an unnatürlichen Linktexten (z.B. Money Keywords wie „Webdesign“, „Steuerberater“ usw.).
  • Eine übermäßig hohe Anzahl an Profilbacklinks oder Backlinks aus Blogkommentaren.
  • Fast ausschließlich Backlinks von Seiten mit hoher Domain Authority.
  • Backlinks von Seiten, die nicht themenrelevant zur eigenen Seite sind.
  • Schlechte Position des Backlinks auf der verlinkenden Website, bspw. innerhalb der Sidebar oder dem Footer.
  • Backlinks von Expired Domains.
  • Backlinks von abgestraften Webseiten.

Read More

Google Panda Update

Das Google Panda Update beschreibt eine umfassende und permanente Änderung des Google Algorithmus. Erstmals ausgerollt wurde es weltweit am 12.08.2011.

Seinen Namen hat das Algorithmus-Update vom Google Ingenieur Navneet Panda.

Was macht das Google Panda Update?

Beim Panda Update handelt es sich um einen Filter, der regelmäßig auf alle Seiten innerhalb des Google-Index angewandt wird. Mit dem Filter soll erreicht werden, dass qualitativ minderwertige Webseiten in ihrer Sichtbarkeit bei Google herabgesetzt werden bzw. komplett aus den Suchmaschinenergebnissen genommen werden.

Hierfür nutzt Panda eine Berechnungsgrundlage für qualitativ hochwertige bzw. minderwertige Webseiten und deren Inhalte.

Folgende Faktoren sorgten für einen deutlichen Verlust an Sichtbarkeit für ca. 10% aller Webseiten nach Einführung des Panda Updates:

  • Wenige oder minderwertige Backlinks
  • Eine geringe Verweildauer von Besuchern auf der Website
  • Ein hohes Maß an doppelten Inhalten (Duplicate Content)
  • Wenig relevante bzw. wenige Inhalte (Thin Content)
  • Eine hohe Absprungrate
  • Zu viel Werbung auf der Website
  • Unnatürlich häufiges Vorkommen eines Keywords auf einer Seite (Keyword Stuffing)
  • Seiteninhalt und Seitentitel stimmen nicht mit der Suchanfrage überein

Was ist das Ziel des Google Panda Updates?

Das Ziel des Google Panda Updates ist, die Qualität der Suchergebnisse zu erhöhen. Suchende sollen demnach schneller und leichter an relevante Informationen gelangen als vor der Algorithmus-Änderung.

Wie äußert sich das Google Panda Update bei betroffenen Webseiten?

Vom Panda Update betroffene Webseiten verzeichneten kurz nach Veröffentlichung einen deutlichen Rückgang ihrer Rankings bei Google und damit einhergehend auch einen großen Trafficverlust. Betroffen war meist die gesamte Webseite und nicht nur etwa einzelne Unterseiten.

Am besten beobachten konnte man den Sichtbarkeitsverlust über das Tool SISTRIX. Hier konnte man den Absturz der Rankings hervorragend am Sichtbarkeitsindex ablesen. Ein gewaltiger und anhaltender Absturz guter Platzierungen war ein ziemlich sicheres Indiz dafür, dass die Website vom Panda Update betroffen ist.

Handlungsempfehlungen für betroffene Webseiten

Die Sichtbarkeit wieder zurück zu erlangen ist meist mit viel Aufwand verbunden. Ist die gesamte Website vom Panda Update betroffen, sollten die gesamten Inhalte der Seite, sowie die Usability insgesamt betrachtet und verbessert werden.

Read More

Click Through Rate

Die Click Through Rate (deutsch: Klickrate; Abkürzung: CTR) beschreibt das Verhältnis zwischen der Anzahl, wie häufig ein Ergebnis den Suchenden angezeigt wurde (Impressions) und der Anzahl, wie häufig die Suchenden tatsächlich auf das Ergebnis geklickt haben (Klicks).

Wie wird die Click Through Rate berechnet?

Die Formel zur Berechnung der CTR lautet:

(Anzahl der Klicks / Anzahl der Impressionen) x 100

Beispiel: Wird Ihre Website 100 mal bei Google gesehen und 3 Mal geklickt, ergibt sich eine Click Through Rate von 3%.

Die Click Through Rate in der organischen Suche

Angenommen, Ihre Website ist für das Keyword „Steuerberater Frankfurt“ auf dem 4. Platz bei Google. Gibt nun ein Nutzer „Steuerberater Frankfurt“ in die Suchleiste ein, wird ihm also Ihre Website neben 9 weiteren organischen Ergebnissen auf der ersten Seite angezeigt. Er sieht Ihre Seite also (Impression). Dass er sie sieht bedeutet aber nicht, dass er auch tatsächlich auf sie draufklickt. Vielleicht entscheidet er sich stattdessen für eins der 9 anderen Ergebnisse.

Wird Ihre Website nun häufig angezeigt, erhält aber wenige tatsächliche Klicks, fällt die Click Through Rate entsprechend niedrig aus.

Der Grund für eine schlechte Click Through Rate in der organischen Suche sind meistens Meta-Tags, also der kurze Auszug Ihrer Website, die auf den Suchenden einfach nicht ansprechend wirken. Insbesondere in der Meta-Description sollten Sie die Vorteilskommunikation anwenden und den User mit ansprechenden Argumenten dazu animieren, auf Ihr Suchergebnis zu klicken.

CTR Google

Zalando überzeugt Suchende mit einer hervorragenden Vorteilskommunikation.

Zudem muss beachtet werden, dass die Click-Through-Rate mit absteigender Google-Platzierung allgemein abnimmt. So hat der erste Platz eine durchschnittliche CTR von 18-27%. Die Click Through Rate des vierten Platzes liegt schon deutlicher darunter.

Wie hoch Ihre CTR für bestimmte Keywords ist, können Sie in der Google Search Console einsehen. Navigieren Sie hierzu links im Menü zu Suchanfragen -> Suchanalyse und setzen Sie ein Häkchen bei „Klicks“, „Impressionen“ und „Klickrate“. Schon erhalten Sie Ihre Angaben zur Click Through Rate Ihrer gesamten Website inkl. einzelner Keywords.

Click Through Rate

Die Click-Through-Rate in der bezahlten Suche (Google AdWords)

Wenn Sie Google AdWords Anzeigen schalten, beschreibt die Click Through Rate das Verhältnis der Anzahl, wie oft Ihre Anzeige geschaltet wird, zu der Anzahl, wie oft Nutzer tatsächlich darauf klicken.

Auch hier kann eine niedrige CTR ein Hinweis dafür sein, dass Ihr Anzeigentext nicht ansprechend genug ist. Möglich ist aber auch, dass Ihre Anzeige für Keywords geschaltet wird, die gar nicht relevant sind. Unterziehen Sie Ihre AdWords Anzeigen daher einer genauen Überprüfung und schließen Sie ggf. Keywords aus, für welche Ihre Anzeige nicht geschaltet werden soll.

Hier muss ebenfalls beachtet werden, dass nur 6,8% aller Klicks auf AdWords Anzeigen entfallen. Die restlichen User entscheiden sich lieber für ein Ergebnis aus der organischen Suche. D.h. bei Google AdWords ist es „normal“, dass Sie deutlich mehr Impressions als Klicks erhalten.

Die Click Through Rate bei Werbebannern

Bei Werbebannern ist eine niedrige Click Through Rate ebenfalls ein Signal dafür, dass sich Ihre anvisierte Zielgruppe von der Bannerwerbung nicht angesprochen fühlt. Wichtig ist hier, dass Sie Ihre Zielgruppe genau definieren und die Werbebanner gezielt nach ihr ausrichten.

Bei Werbebannern fällt die Click Through Rate jedoch generell deutlich schlechter aus als über andere Werbekanäle. So liegt die durchschnittliche CTR hier bei gerade einmal 0,02 – 0,10%. Bei 1000 Impressionen bedeutet das nur einen einzigen Klick durch einen User.

Durchschnittliche Höhe der Click Through Rate

Die Frage nach der durchschnittlichen Höhe der CTR lässt sich pauschal nicht beantworten. Dies hängt sehr stark vom eingesetzten Medium und der Art der vermittelten Inhalte ab. Entscheidend ist, wie erfolgreich Ihre Kampagne zur Erreichung Ihrer Ziele beiträgt. Haben Sie eine CTR von 2%, müssen Sie das also in Relation zum gesamten Kampagnenerfolg betrachten. Ist dieser zufriedenstellend, dann ist auch eine niedrige Click Through Rate nicht weiter besorgniserregend.

Eine hohe Click Through Rate bedeutet nicht automatisch mehr Verkaufserfolg

Nur, weil ein Nutzer sich von Ihrer Präsentation bei Google angesprochen fühlt und Ihre Website betritt, heißt das noch lange nicht, dass er in einen Kunden konvertiert. Eine hohe CTR ist nur dann profitabel, wenn auch die Conversion Rate entsprechend hoch ausfällt. Der Kunde also tatsächlich etwas kauft, Kontakt aufnimmt oder seine E-Mail-Adresse bspw. für die Newsletteranmeldung hinterlässt.

Klicken zwar viele Nutzer auf Ihre Website, verlassen diese aber bereits nach kurzer Zeit wieder ohne eine Conversion zu tätigen, sollten Sie aufhorchen. Wenn Sie zwar eine hohe Click Through Rate, aber eine niedrige Conversion Rate haben, können verschiedene Gründe dafür verantwortlich sein:

  • Sie haben in Ihrer Anzeige etwas versprochen, das Sie auf der Website nicht einhalten können
  • Ihre Website ist nicht nutzerfreundlich
  • Ihre Website ist nicht für mobile Geräte optimiert (Responsive Webdesign)
  • Ihre Website hat eine lange Ladezeit
  • Ihre Inhalte sind für den Besucher nicht relevant oder nicht nützlich genug
  • User finden sich auf Ihrer Seite nur schwer zurecht
  • Die Zielseite, auf die Nutzer nach dem Klick geführt werden, ist nicht optimal

Wenn Sie also eine AdWords Anzeige zum Thema „günstige rote Damenschuhe“ schalten, dann sollten Sie Nutzer beim Klick auf Ihre Anzeige auch direkt zu den versprochenen Schuhen führen. Ist stattdessen Ihre Startseite als Zielseite angegeben, kann das unter Umständen zu einer größeren Absprungrate führen, da der Besucher schlichtweg keine Lust hat nach dem gewünschten Schuh zu suchen.

Read More

ALT-Attribut / ALT-Tag

Das ALT-Attribut (auch ALT-Tag genannt) wird dafür verwendet, um Bilder und Grafiken einer Website mit kurzen Worten zu beschreiben.

Das „ALT“ steht dabei als Abkürzung für „alternativer“ Text.

Sinn und Zweck des ALT-Attributs hinsichtlich SEO

Den Begriff „ALT-Attribut“ hört man meistens im Bereich der Suchmaschinenoptimierung.

Suchmaschinen können in der Regel nur Text auswerten und Bilder als solche nicht interpretieren. Google ist deshalb nicht in der Lage zu erkennen, was auf den Bildern einer Website abgebildet ist. Mithilfe des ALT-Attributs können wir unseren Bildern und Grafiken aber eine kurze Beschreibung mitgeben. Diese Beschreibung wird auch vom Googlebot und anderen Suchmaschinencrawlern registriert und hilft ihnen dabei zu erkennen, was auf einem Bild abgebildet ist. So kann die Suchmaschine den Inhalt eines Bildes besser verstehen und einem Thema zuordnen.

Die Angabe des ALT-Attributs wird von Google ebenfalls als Text ausgewertet und sollte daher im Idealfall auch das Hauptkeyword der Seite beinhalten. Jedoch sollten Sie jetzt nicht zwanghaft bei jedem Bild versuchen das Keyword unterzubringen, sondern nur dann, wenn es auch tatsächlich zum Motiv des Bildes passt. Eine grüne Kaffeetasse mit dem ALT-Attribut „Steuerberater Frankfurt“ auszuzeichnen wäre also suboptimal. Zudem kann es schnell passieren, dass Sie in den Bereich Keyword Stuffing rutschen, wenn Sie jedes Bild Ihrer Website mit Ihrem Hauptkeyword versehen.

Weitere Gründe für die Verwendung eines ALT-Attributs

Auch außerhalb der Suchmaschinenoptimierung gibt es viele Gründe, weswegen Sie Ihren Bildern ALT-Attribute vergeben sollten. Kann ein Bild oder eine Grafik bspw. aufgrund technischer Probleme oder langer Ladezeiten auf einer Website nicht angezeigt werden, erscheint stattdessen der im ALT-Attribut hinterlegte Text. So können sich Nutzer dennoch vorstellen, welche Bilder auf der Website eigentlich dargestellt werden sollten. Zudem gibt es einige Internetuser, die die Darstellung von Bilddateien auf einer Website bewusst blockieren oder die über einen Browser surfen, der rein textbasiert ist und Bilder daher allgemein nicht darstellen kann.

Gleichzeitig trägt das ALT-Attribut auch zur Barrierefreiheit und damit zur Usability einer Internetseite bei. Sehbehinderte Menschen sind beispielsweise auf Screenreader angewiesen, die ihnen die Inhalte einer Seite vorlesen. Ähnlich wie Suchmaschinen können auch Screenreader Bilder als solche nicht interpretieren und daher nicht vorlesen. Ist jedoch ein ALT-Attribut hinterlegt, können Screenreader diesen lesen und dem Nutzer mitteilen.

Wie kann man ein ALT-Attribut einbinden?

HTML

Der Code für das ALT-Attribut wird als HTML-Element im Quellcode für eine Bilddatei hinterlegt. Sobald wir also die Quelle für ein Bild angeben, können wir gleichzeitig auch das ALT-Attribut mit angeben. In der Praxis sieht das dann so aus:

<img src=“bilddatei.jpg“ alt=“Beschreibung des Bildes“>

WordPress

In CMS-Systemen wie WordPress kann das ALT-Attribut auch ohne HTML-Kenntnisse eingebunden werden. Hierfür müssen Sie einfach auf das gewünschte Bild in der Mediathek klicken. Rechts sehen Sie dann bereits das Feld mit der Bezeichnung „Alternativtext“. Hier können Sie dann einfach das ALT-Attribut eintragen. Nach der Eingabe müssen Sie nichts mehr anklicken – das System speichert das ALT-Attribut automatisch.

alt Attribut

Wie sieht das optimale ALT-Attribut aus?

Das ALT-Attribut sollte das dargestellte Bild möglichst präzise und in kurzen Worten beschreiben. Auf ganze Sätze sollten Sie aber verzichten. Falls möglich und zum Motiv passend, sollte das Hauptkeyword der jeweiligen Seite im ALT-Attribut enthalten sein.

Unterschied zwischen ALT-Tag und TITLE-Tag

Neben dem ALT-Attribut können Bilder auch mit einem TITLE-Tag versehen werden. Vielen Webmastern ist nicht ganz klar, wo genau der Unterschied zwischen beiden Attributen liegt.

Der Title-Tag wird dem User angezeigt, sobald dieser mit dem Mauszeiger über ein Bild fährt.

Bilder SEO Title

Der hauptsächliche Unterschied der beiden Attribute liegt demnach darin, dass das Title-Attribut für den Nutzer sichtbar ist, während das ALT-Attribut meistens unsichtbar bleibt (außer, das Bild kann nicht angezeigt werden). Auch das Title-Attribut wird von Google zur Auswertung des Bildinhalts herangezogen und liefert dem Nutzer weitere Informationen zu dem Bild. Grundsätzlich gelten für das Title-Attribut dieselben Regeln wie für das ALT-Attribut: Das Bild sollte kurz beschrieben werden und dem User evtl. weitere kurze Informationen dazu bieten. Wenn Sie sich nicht sicher sind, was Sie beim Title-Attribut angeben sollen oder Ihnen die Ideen fehlen, können Sie auch einfach den Text aus dem ALT-Attribut kopieren. Wird das Title-Attribut bei einem Bild nicht angegeben, wird nämlich ohnehin der ALT-Tag angezeigt, wenn ein User mit der Maus darüberfährt.

Und so wird das Title-Attribut eingebunden:

HTML

Das Title-Attribut wird in einem HTML-Dokument an derselben Stelle eingebunden wie das ALT-Attribut, nämlich in derselben Klammer wie die Angabe der Bildquelle:

<img src=“bilddatei.jpg“ alt=“Beschreibung des Bildes“ title=“Titel des Bildes“>

WordPress

Auch in WordPress können Sie das Title-Attribut des Bildes dort eingeben, wo Sie auch das ALT-Attribut vergeben konnten. Das Feld für den Titel findet sich fast direkt darüber:

title Tag

Read More

Deeplink

Von einem Deeplink spricht man meistens, wenn eine “fremde” Website eine Unterseite Ihrer Domain verlinkt. Verlinkt sie hingegen auf Ihre Startseite, handelt es sich schlichtweg um einen Startseitenlink (oder auch „Surfacelink“).

Die Bezeichnung Deeplink kommt aus dem englischsprachigen Raum und leitet sich von dem Wort „Deep“ ab, was auf deutsch übersetzt „tief“ heißt. Übersetzt heißt ein Deeplink dementsprechend „tiefe Verlinkung“ und führt den User somit tief in eine Website hinein.

Bedeutung von Deeplinks für SEO

Für die Suchmaschinenoptimierung und speziell für den Aufbau von starken Backlinks sind Deeplinks ein wichtiger Bestandteil. Verlinkungen auf eine Unterseite Ihrer Domain werden von Suchmaschinen in der Regel etwas stärker gewichtet als Startseitenlinks, da Unterseiten ein Thema meistens ausführlicher behandeln und die Empfehlung dadurch konkreter und themenspezifischer ist. Somit steigt auch die Relevanz Ihrer Website für ein bestimmtes Thema.

Beim Backlinkaufbau sollten Sie also stets darauf achten, nicht nur Startseitenlinks zu bekommen, sondern auch viele Deeplinks. Sie sollten jedoch nicht zu extremes oder einseitiges Deeplinking fordern, da ein unausgeglichenes Verhältnis von Deeplinks zu Startseitenlinks von Google im schlimmsten Fall als Suchmaschinenmanipulation gewertet und abgestraft werden kann. Das Verhältnis sollte stets bei mindestens 50:50 liegen.

Beispiel für einen Deeplink: www.ihredomain.de/unterseite_1
Beispiel für einen Startseitenlink: www.ihredomain.de

Vorteile von Deeplinks für den Nutzer

Deeplinks sind nicht nur für SEO bedeutsam, sondern sie bieten auch Nutzern einen großen Vorteil und erhöhen die Usability. Nutzer gelangen über Deeplinks nämlich direkt zu den Informationen, die für sie von Interesse sind und müssen nicht erst danach suchen. Beispielsweise können sich Nutzer so den Umweg über die Startseite sparen.

Deeplinks in der internen Verlinkung

Natürlich können Sie auch innerhalb Ihrer eigenen Website Deeplinks zu Unterseiten setzen. Wikipedia beispielsweise verlinkt in jedem Artikel auf relevante weitere Informationen zu einem bestimmten Thema. Diese interne Verlinkung kann Google dabei helfen, die Inhalte und das Thema Ihrer Website vollständig zu erfassen und zu erkennen, in welcher Beziehung sich die Artikel bzw. Seiteninhalte zueinander befinden.

Wenn Sie bspw. von der Startseite aus einen Deeplink zu einer Unterseite setzen, wird zudem der Link Juice der Startseite auch auf die Unterseiten übertragen.

Read More

Thin Content

Mit Thin Content (deutsch: „dünner Inhalt“) werden Webseiteninhalte bezeichnet, die für den Nutzer kaum relevante Informationen und damit keinen Mehrwert bieten.

Erstmals wurde die Bezeichnung über die 2011 geleakten Quality Rater Guidelines bekannt.

Hintergrund und Bedeutung von Thin Content für SEO

Spätestens seit Einführung des Google Panda Updates bemüht sich Google aktiv darum, dass vor allem solche Inhalte ganz oben in den Suchergebnissen gelistet werden, die den Erwartungen der User entsprechen. Dazu zählen insbesondere Inhalte, die lesefreundlich sind, ein Thema vollständig abdecken und dem Besucher nützliche Informationen zu dessen Suchanfrage bieten.

Bei Thin Content ist all dies nicht gegeben. Deswegen werden Webseiten mit dünnen Inhalten von der Suchmaschine im Ranking herabgestuft. Webseitenbetreiber, die über Google Neukunden generieren möchten, kommen also nicht umhin, sich für die Erstellung Ihrer SEO Texte Mühe zu geben.

Beispiele für Thin Content

  • Automatisch generierte Inhalte, z.B. RSS-Feeds oder automatisiert erstellte Texte (Article Spinning)
  • Duplicate Content und kopierte Texte
  • Doorway Pages
  • Zu wenig relevanter Inhalt, z.B. Seiten, auf denen so gut wie gar kein Text existiert oder Text, der inhaltlich sehr schwach ist

Gibt es eine Mindestwortanzahl?

In SEO-Kreisen hört man immer wieder von einer Mindestanzahl von 300 Wörtern, wenn man mit seinen Inhalten bei Google ranken möchte. Dies ist jedoch keine allgemeingültig festgelegte Regel und nicht jeder Inhalt mit weniger als 300 Wörtern zählt damit automatisch als Thin Content.

Es kommt immer auf das jeweilige Thema und die Konkurrenz zu diesem Thema an. Wenn ein Mitbewerber mit einem hochwertigen Text, der aus 2000 Wörtern besteht, auf Platz 1 steht, dann müssen Sie diesen Text an seinem Informationsgehalt und Mehrwert für den User übertreffen. Mit 300 Wörtern ist dies kaum machbar. Was wiederum aber nicht bedeutet, dass Sie zwangsläufig mehr Wörter als Ihr Mitbewerber schreiben sollten. Wenn Sie im Vergleich zu Ihrem Mitbewerber lediglich 1500 Wörter benötigen, um einen noch relevanteren Content zu erstellen, kann dies reichen, um ihn in den Suchergebnissen zu überholen.

Vergessen Sie also diese „300-Wörter-Regel“. Schreiben Sie Ihren Text so, dass er der anvisierten Zielgruppe die Informationen bietet, die diese gerade benötigt. Ob Sie dafür 1000 Wörter oder 3000 Wörter brauchen, ist vollkommen irrelevant.

Read More

Organische Suche (SERPs)

Wenn wir bei Google einen Suchbegriff eingeben, erhalten wir in den meisten Fällen zwei Arten von Suchergebnissen. Einmal die bezahlten Google AdWords Anzeigen und in der Regel direkt darunter die unbezahlten Suchergebnisse, die nicht durch gezielte Werbeschaltungen beeinflusst werden können. Diese unbezahlten Ergebnisse werden als organisches Suchergebnis bezeichnet.

Organische Suchergebnisse werden oft auch Search Engine Result Pages, kurz SERPs, genannt.

organische suche

Beeinflussung der Positionierung in der organischen Suche

Im Gegensatz zu den Google AdWords Anzeigen (Paid Search) ist die Position einer Website in den SERPs nicht käuflich.

Stattdessen wird die Reihenfolge der organischen Suchergebnisse vom Google Algorithmus festgelegt. Gibt ein User eine Suchanfrage bei Google ein, vergleicht die Suchmaschine die eingegebenen Begriffe mit den verfügbaren Webseiten aus dem Suchmaschinenindex. Thematisch passende Webseiten werden herausgefiltert und anhand über 200 verschiedenen Rankingfaktoren absteigend nach ihrer Relevanz sortiert und ausgegeben. So entsteht das Ranking der Webseiten innerhalb der SERPs.

Das Ranking der eigenen Website in der organischen Suche lässt sich mittels Suchmaschinenoptimierung verbessern. Hierfür wird die Website inhaltlich und technisch so aufbereitet, dass sie möglichst viele der über 200 Rankingfaktoren erfüllt. Zu diesen Faktoren gehören unter anderem:

  • Hochwertige und informative Inhalte (SEO Texte)
  • Relevanz der Webseiteninhalte zum eingegeben Suchbegriff
  • Ein starkes Linkprofil
  • Ein responsive Webdesign
  • Schnelle Ladezeiten
  • Eine Optimale URL-Struktur
  • HTTPS Verschlüsselung
  • Interne Verlinkung
  • Anreicherung des Contents durch Medien wie Bilder, Grafiken oder Videos
  • Ansprechende Meta-Tags
  • Und viele mehr

Organische Suche vs. bezahlte Suche

Je nach Konkurrenzsituation des Keywords kann es sehr lange dauern und aufwändig sein, bis man seine Zielposition in den SERPs durch Suchmaschinenoptimierung erreicht. Deswegen ist das Schalten von bezahlten Google AdWords Anzeigen für viele Unternehmer vor allem in der Anfangsphase meist attraktiver, da hier die Website bei ausreichend Budget direkt ganz oben in den Suchergebnissen geschaltet wird. Allerdings eben auch nur so lange, wie man bereit ist, für die Anzeigen zu bezahlen. Ist das Budget verbraucht, verschwindet die Anzeige auch wieder.

Im Gegensatz dazu ist zwar die Optimierung für die organische Suche kosten- und zeitintensiver. Ist aber die Wunschposition einmal erreicht und verfügt die Website allgemein über nützliche und wertvolle Inhalte, lässt sich die erreichte Position in den SERPs auch mit deutlich weniger Aufwand halten.

Zudem ermittelte der Google Analytics Experte Avinash Kaushik einst, dass rund 86 Prozent der Suchenden die organischen Suchergebnisse bevorzugen. Mit einer Top Platzierung in den SERPs können Webseitenbetreiber also wesentlich mehr Traffic erzielen als über bezahlte Anzeigen.

Read More

Lesbarkeitsindex

Der Flesh Reading Ease (deutsch: Lesbarkeitsindex) bewertet einen Text dahingehend, ob dieser für den Nutzer leicht oder schwer zu lesen und zu verstehen ist. Der Lesbarkeitsindex erfüllt die Funktion einer mathematischen Metrik und ergibt als Resultat einen Wert zwischen 0 und 100. Je höher der Wert, desto leichter ist der Text zu lesen und zu verstehen.

Lesbarkeitsindex mit dem Yoast SEO Plugin

Dass es überhaupt so etwas wie einen Lesbarkeitsindex gibt, erfahren viele zuerst durch die Nutzung des Yoast SEO Plugins für das Content Management System WordPress. Nämlich dann, wenn uns eine rote Ampel anstrahlt und die Lesbarkeit unseres Textes bemängelt.

Das Yoast SEO Plugin wird hauptsächlich eingesetzt, um die eigene Website technisch und inhaltlich für Suchmaschinen zu optimieren. So erstellt das Plugin beispielsweise automatisch eine XML Sitemap. Darüber hinaus findet sich unterhalb jeder Inhaltsseite ein Ampelsystem mit konkreten Anweisungen, wie wir unsere Inhalte verbessern können, damit sie bei Google besser gefunden werden.

Eine grüne Ampel bedeutet, dass dieser Punkt hervorragend optimiert ist. Eine rote Ampel hingegen zeigt, dass die Seite bzw. der Inhalt an gewissen Stellen hinsichtlich SEO noch verbessert werden sollte.

yoast seo plugin

Wer das Yoast SEO Plugin auf seiner WordPress Website einsetzt, strebt in der Regel danach, auf allen wichtigen Inhaltsseiten eine grüne Ampel zu erreichen. Wäre da nicht immer direkt über der grünen SEO-Ampel dieser nervige rote Punkt, der ständig die Lesbarkeit unseres Textes bemängelt. Viele fragen sich, wie relevant dieser Punkt für SEO ist und fangen an, sich mit dem Lesbarkeitsindex auseinanderzusetzen.

Auch das Yoast SEO Plugin unterstützt Webseitenbetreiber mit konkreten Anweisungen, wie sie den Flesh Reading Ease Score verbessern können.

Lesbarkeitsindex

Die Bewertungsskala des Flesh Reading Ease

Je höher die Zahl, desto leichter ist der Text zu verstehen und zu lesen.

0 – 30:  Der Text ist nur schwer verständlich und eher für Akademiker geeignet, nicht jedoch für den normalen Internetuser. Es ist viel zu mühsam, diesen Text online zu lesen.

60 – 70: Gut verständlich für Schüler zwischen 13 und 15 Jahren. Ab 60 Punkten gibt das Yoast SEO Plugin eine grüne Ampel aus, denn solche Texte sind gut geeignet, um im Netz gelesen zu werden.

90 – 100: Sehr einfache Texte. Schüler von 11 Jahren verstehen sie ohne Probleme. Ein Wert von 100 kann allerdings auch heißen, dass der Text zu einfach ist und von manchen Lesern nicht für voll genommen wird.

Welche Kriterien werden vom Lesbarkeitsindex bewertet?

Satzlänge

Lange Sätze gelten allgemein als schwerer zu lesen. Wenn mehr als 25% der Sätze eines Textes über 20 Wörter enthalten, sollte versucht werden, einige von ihnen zu kürzen. Hierfür kann man beispielsweise Kommata durch einen Punkt ersetzen oder ausufernde Beschreibungen vermeiden.

Natürlich sollte der Text aber nicht ausschließlich aus unnatürlich kurzen Sätzen bestehen. Dies kann schnell „abgehackt“ klingen.

Um Sätze zu kürzen, kann man versuchen, bestimmte Füllwörter (auch Blähwörter genannt) zu entfernen. Denn auf die meisten Füllwörter kann verzichtet werden, ohne dass der Satz dadurch seltsam klingt. Einige Beispiele für Füllwörter sind:

  • Endlich
  • Besonders
  • Fast
  • Gewissermassen
  • Grundsätzlich
  • Einfach
  • Eigentlich
  • Irgendwie
  • Maßgeblich
  • Nun
  • usw.
Wortlänge

Auch lange Wörter werden vom Lesbarkeitsindex als kompliziert eingestuft. Gerade dieser Punkt wird von vielen kritisiert, da der Flesh Reading Ease Score ursprünglich für die englische Sprache entwickelt wurde. Die deutsche Sprache hat aber generell längere Wörter, die aus mehr Silben bestehen, als die englische Sprache. Auch werden im Deutschen oftmals mehrere Begriffe kombiniert, um einen neuen Begriff zu erschaffen, z.B.:

  • Datentransfer
  • Hausratversicherung
  • Lebensmotto
  • Suchmaschinenoptimierung

Man könnte nun die einzelnen Begriffe auch einfach trennen, aus „Lebensmotto“ würde dann „Motto des Lebens“. So kann man zwar den Lesbarkeitsindex „austricksen“ – unbedingt lesefreundlicher klingt das aber nicht.

Außerdem gibt es in nahezu jeder Branche Fachbegriffe, auf welche man nicht immer verzichten kann. Auch wissenschaftliche Themen benötigen ein angemessenes Vokabular. Deswegen sollte der Lesbarkeitsindex immer nur als Hilfestellung betrachtet werden und nicht als strikte Anweisung. Letztendlich ist es wichtig, dass der Text für den Leser angenehm zu lesen ist, unabhängig vom erreichten Flesh Reading Ease Score.

Zu lange Absätze

Zu lange Absätze mit mehr als 150 Wörtern werden vom Lesbarkeitsindex bemängelt. Es wird empfohlen, stattdessen einen Text übersichtlich zu strukturieren und Absätze sinnvoll zu unterteilen. Auch Zwischenüberschriften eignen sich, um einen langen Text in übersichtliche Informationshappen zu untergliedern und dem Nutzer hilfreiche Orientierungspunkte zu liefern.

Übergangswörter

Der Begriff „Übergangswörter“ ist eigentlich eine Worterfindung des Yoast SEO Plugins. Zumindest kennt die deutsche Sprache keinen solchen Ausdruck.

Dennoch können wir uns in etwa vorstellen, was das Wort bedeuten soll. Es suggeriert, dass es sich hierbei um Wörter handeln muss, die Übergänge bzw. Verbindungen schaffen und somit für einen besseren Textfluss sorgen. Und tatsächlich gibt es dafür auch im deutschen einen entsprechenden Begriff. Statt „Übergangswörter“ müsste es korrekt heißen: „Konnektoren“.

Laut Wikipedia sind Konnektoren sprachliche Ausdrücke, die Sätze in eine spezifische semantische Beziehung zueinander setzen können.

Einige Beispiele für Übergangswörter wären also:

  • Außerdem
  • Darüber hinaus
  • Beispielsweise
  • Zudem
  • Ferner
  • Ebenfalls
  • Beziehungsweise
  • Andernfalls
  • Ansonsten
  • Also
  • Daher
  • Demnach
  • Deswegen
  • Nämlich
  • Weshalb
  • Allerdings
  • Trotzdem
  • Aber
  • Falls
  • Folglich
  • Somit
  • Schließlich
  • Dann
  • Während
  • Aufgrund
  • Und viele, viele mehr

Um den Textfluss zu erhöhen sollten also Übergangswörter als sinnvolle Verbindung zwischen zwei Sätzen eingesetzt werden.

Statt:

„Pia ging es heute morgen nicht so gut. Sie ist nicht zur Arbeit gegangen.“

Sollte man schreiben:

„Pia ging es heute morgen nicht so gut. Deswegen ist sie nicht zur Arbeit gegangen.“

Auch dieser Punkt wird oftmals kritisiert. Denn zum einen sollen möglichst kurze Sätze geschrieben werden und zum anderen sollen aber auch möglichst oft Übergangswörter verwendet werden.

Zahlen ausschreiben

Ob man Zahlen ausschreibt oder nicht, hat zwar keinen direkten Einfluss auf den Lesbarkeitsindex. Dennoch stellen sich viele Menschen diese Frage. Generell kommt es auf den persönlichen Stil an, ob man Zahlen ausschreibt oder nicht. Bekannt ist bei vielen die Empfehlung, dass man alle Zahlen bis “12” ausschreiben sollte. Eine festgelegte Regel ist dies jedoch nicht.

Einige Beispiele, wann man Zahlen in der Regel nicht ausschreiben sollte:

  • nach Abkürzungen, z.B. “Nr. 5”
  • vor Prozentzeichen, z.B. “80%”
  • Flächenzahlen, z.B. “30 cm”
  • Gradzahlen, z.B. “29 Grad”
  • Ableitungen, z.B. “10-teilige”, “100-fache”
  • Ordinalzahlen (Ordnungszahl), z.B. “3. Stock”, “40. Geburtstag”, “Ludwig I.”, “1. Platz”
  • Datumsangaben, z.B. “01.01.1990”
  • Telefonnummern, z.B. “069 123 4566”
  • Bankverbindungen
  • mathematische Formeln, z.B. “5 + 5 = 10”
  • Dezimalzahlen, z.B. “999,99”

Den Lesbarkeitsindex auch ohne Einsatz des Yoast SEO Plugins ermitteln

Nicht alle Webseiten werden mit WordPress betrieben und können daher auf das Yoast SEO Plugin zurück greifen. Doch für andere Webseitenbetreiber gibt es zahlreiche kostenlose Tools im Internet, mit welchen sich der Lesbarkeitsindex dennoch überprüfen lässt. Empfehlenswert ist hier das Tool von Fleschindex.

Bedeutung des Lesbarkeitsindex für SEO

Ob der Lesbarkeitsindex ein Rankingfaktor ist, ist umstritten. Dass Google viel Wert auf hochwertige und einzigartige SEO Texte legt, ist jedoch gemeinhin bekannt. Texte sollten so geschrieben sein, dass für den Nutzer ein angenehmer Lesefluss erreicht wird. Wer seinen Text zu sehr nach dem Lesbarkeitsindex richtet, kann aber schnell dahin gelangen, dass der Text unnatürlich und vielleicht sogar falsch klingt. Beispielsweise dann, wenn Sätze so gekürzt werden, dass es eben seltsam und „abgehackt“ klingt. Im schlimmsten Fall könnten Leser sogar annehmen, dass Sie selbst „keinen Plan“ haben von dem, was Sie schreiben.

Demzufolge sollte man den Lesbarkeitsindex stets als reine Unterstützung ansehen und sich nicht zu sehr darauf versteifen. Letztendlich zählt nur, wie gerne Ihre Texte von Usern konsumiert werden. Denn was der User als hilfreich empfindet, wird auch von Google im Ranking hochgestuft.

Read More

Open Source

Von Open Source (deutsch: „offene Quelle“) spricht man, wenn der Quellcode einer Software für jeden frei zugänglich ist und daher von jedem verändert und weiterentwickelt werden kann.

Vorteile von Open Source

Viele Programme, die wir täglich nutzen, sind „proprietär“. Das bedeutet, dass die Software der Firma gehört, welche sie entwickelt hat und dass auch nur diese Firma den Quellcode der Software kennt und bearbeiten kann.

Der Endanwender ist so immer abhängig von den Entscheidungen der Entwicklerfirma und hat keinen Einfluss darauf, welche Funktionen in die Software integriert werden und welche nicht. Und wenn die Entwicklerfirma pleite geht oder das Geschäftsfeld aufgibt, bleibt man als Kunde oftmals im Regen stehen.

Bei einer Open Source Software hingegen kann jeder einen Blick auf den Quellcode werfen und diesen für seine individuellen Anforderungen verbessern, erweitern und bearbeiten. Eine Open Source Software gehört auch keinem einzelnen Unternehmen. Stattdessen kümmert sich eine ganze Community von Freiwilligen und Interessierten um die Weiterentwicklung und Verbesserung der Software. Auch Updates und neue Funktionen bzw. Plugins werden so von der Community bereitgestellt. Mit welchen Plugins man sein eigenes System erweitern möchte, bleibt dabei jedem selbst überlassen. Denkbar ist auch, dass man einfach selbst ein Plugin für das System entwickelt. Durch das Open Source Prinzip ist das schließlich erlaubt.

Ein weiterer Vorteil von Open Source Systemen ist, dass keine Lizenzen für die Nutzung bezahlt werden müssen. Open Source Software ist also grundsätzlich vollkommen kostenlos und man kann selbst entscheiden, wie viel und wofür man bezahlt. Natürlich muss man hier beachten, dass die Installation und Einrichtung einer Open Source Software durchaus etwas kosten kann, beispielsweise, wenn man auf die Hilfe eines Entwicklers angewiesen ist. Die Nutzung selbst ist jedoch mit keinen zentral festgelegten Kosten oder Gebühren verbunden.

Open Source Content Management Systeme

Auch bei der Webseitenerstellung gibt es viele Content Management Systeme, die Open Source sind. Zu den bekanntesten gehören:

  • WordPress
  • Contao
  • Drupal
  • Joomla!
  • Typo3
  • Redaxo
  • Contenido

Weitere Open Source Software für andere Anwendungsbereiche

  • das Betriebssystem Ubuntu
  • GIMP
  • Audacity
  • Libre Office
  • Open Office
  • Mozilla Firefox
  • Notepad++
  • Blender
  • FileZilla
  • VLC media player

Read More

Customer Lifetime Value

Der Begriff „Customer Lifetime Value“, kurz CLV, beschreibt eine Kennzahl aus der Betriebswirtschaft. Mittels dem Customer Lifetime Value lässt sich der finanzielle Wert eines Kunden berechnen, den dieser während der gesamten Geschäftsbeziehung für ein Unternehmen hat. Der Customer Lifetime Value beschreibt sowohl den gegenwärtigen monetären Wert des Kunden, als auch den zukünftig zu erwartenden Umsatz durch diesen Kunden. Allgemein beantwortet der Customer Lifetime Value folgende Frage:

Wie viel Nutzen bringt mir ein bestimmter Kunde langfristig gesehen überhaupt?

Was bringt mir das Wissen über den Customer Lifetime Value?

Mit dem Customer Lifetime Value erfahren Sie nicht nur, welchen Nettogewinn Sie mit einem Kunden für Ihr Unternehmen erwirtschaften konnten, sondern er prognostiziert auch die Wahrscheinlichkeit und den Wert zukünftiger Folgegeschäfte. Der Customer Lifetime Value hilft so beispielsweise dabei, Marketingkampagnen besser zu planen und Kostenstrukturen im Kundenmanagement zu optimieren.  So kann ein hoher Customer Lifetime Value ein höheres Budget für die Betreuung eines bestimmten Kunden rechtfertigen.

Die Metrik kann zudem genutzt werden, um bestimmte Werbemaßnahmen anzupassen, um die Bindung von bestimmten Kunden mit hohem Customer Lifetime Value an das eigene Unternehmen zu steigern. Sie erfahren außerdem, ob es sich lohnt, Aktionen zur Kundenrückgewinnung durchzuführen und ob es sinnvoll wäre, die Preispolitik Ihres Unternehmens zu ändern.

Der Customer Lifetime Value schafft insgesamt Klarheit bei folgenden Fragen:

  • Welche Kundengruppe verfügt über den höchsten Customer Lifetime Value? Von welcher Kundengruppe profitiert mein Unternehmen damit langfristig am meisten?
  • Welche Maßnahmen sind nötig um diese Kunden langfristig an mein Unternehmen zu binden und sie so zu halten?
  • Welchen individuellen Service erwarten Kunden mit dem höchsten Customer Lifetime Value und wie kann ich diesen gewährleisten?
  • Wie hoch ist mein eigenes Budget für die jeweilige Kundengruppe angesetzt? Lohnt es sich, das Budget für Kunden mit hohem Customer Lifetime Value in Zukunft höher anzusetzen?

Hat man den Customer Lifetime Value seiner verschiedenen Kundengruppen ermittelt, lassen sich Aufwand und Ressourcen für die jeweilige Gruppe optimieren. Die individuelle Betreuung und der Service für Kunden mit hohem Customer Lifetime Value können weiter optimiert werden. Oftmals rentiert sich dabei auch der Einsatz eines höheren Budgets.

Die Berechnung des Customer Lifetime Value bringt einem Unternehmen viele Vorteile:

  • Kosten und Budget für die Kundenpflege und Werbemaßnahmen können besser kalkuliert werden
  • Für Kunden mit hohem Customer Lifetime Value kann zielgerichtetes Marketing eingesetzt werden um die Kundenbindung langfristig zu stärken und die wichtigste Zielgruppe besser zu erreichen
  • Kundenbeziehungen werden allgemein besser gepflegt, was letztendlich auch zu einem insgesamt wertvollen Kundenstamm beiträgt
  • Durch ein präziseres Verständnis der Kundenbedürfnisse können Maßnahmen besser geplant und so auch der zukünftige Profit gesteigert werden

Wie wird der Customer Lifetime Value berechnet?

Die Basis für die Berechnung des Customer Lifetime Value ist der Umsatz, den ein Kunde einem Unternehmen während der gesamten Zusammenarbeit einbringt, minus die Ausgaben, die ein Unternehmen für die Kundenakquise und die Serviceleistungen investieren muss.

Wir beschreiben im Folgenden eine der einfachsten Möglichkeiten, den Customer Lifetime Value zu berechnen.

Die wichtigsten Kennwerte für die Berechnung des CLV im Überblick:

 T: Dauer der Geschäftsbeziehung

eT: der zu erwartende Umsatz während der Dauer T

aT: Kosten, die für die Kundenpflege anfallen

i: Kalkulationszins, der die Dauer der gesamten Kundenbeziehung als Berechnungsgröße nimmt

Formel für die Berechnung des Customer Lifetime Value:

CLV = Summe T zum Zeitpunkt T0 * (eT – aT/ (1 + i)*T)

Vereinfachtes Beispiel:

 Kunde A ist bereits seit 5 Jahren (T) Kunde einer Online Marketing Agentur, von welcher er monatlich die Suchmaschinenoptimierung seiner Website durchführen lässt. Bei einer Periode von 5 Jahren beträgt der Kalkulationszins 5%, also wird die Zahl 0,05 in die Formel eingesetzt.

Der Kunde zahlt monatlich für die Betreuung 499€. Bei einer Dauer von 5 Jahren sind dies insgesamt 2495€ (eT). Für die Betreuung investiert das Unternehmen selbst pro Jahr ca. 100€, bei 5 Jahren sind dies also insgesamt 500€ (aT).

Diese Werte werden nun zur Berechnung in die CLV Formel eingesetzt:

CLV = (2495 – 500 / (1 + 0,05)*5)

Der Kundenwert beträgt also pro Jahr 380€.

Welche Nachteile gibt es beim Customer Lifetime Value?

Zwar wird der Wert eines Kunden an bereits erfolgten Umsätzen gemessen, dennoch kann es passieren, dass Prognosen zu hoch ausfallen oder geschätzte zukünftige Umsätze sogar ganz ausbleiben. Je mehr Kaufhistorie bei der Berechnung mit einbezogen wird, desto zuverlässiger sind die Prognosen. Dennoch sind diese keine Garantie, dass Kunden den prognostizierten Umsatz auch tatsächlich einbringen. Das kann vollkommen verschiedene Gründe haben, z.B.:

  • Der Kunde findet das Angebot und den Service eines Konkurrenzunternehmens interessanter
  • Ihr Unternehmen bietet die Leistungen nicht an, die der Kunde in Zukunft benötigt
  • Der Kunde ist umgezogen und sucht nun nach einem neuen Geschäftspartner in der näheren Umgebung

Welche Möglichkeiten haben Sie, den Customer Lifetime Value zu steigern?

Ihr Ziel sollte es sein, den Customer Lifetime Value jedes Kunden zu steigern um jeden Kunden für Ihr Unternehmen profitabler zu machen. Der Fokus sollte dabei nicht nur auf der Akquirierung von Neukunden liegen. Vor allem Bestandskunden sollten Sie eine größere Beachtung schenken, da diese viel eher dazu tendieren, erneut in Ihrem Unternehmen zu kaufen – sofern sie gute Erfahrungen mit Ihnen und Ihren Produkten oder Dienstleistungen gemacht haben.

Hier sind einige Ideen, wie Sie den Customer Lifetime Value steigern können:

  • verbessern Sie das gesamte Einkaufserlebnis Ihres Kunden, optimieren Sie beispielsweise Ihren Onlineshop hinsichtlich der Usability
  • Bieten Sie Kunden einen hilfsbereiten und zuverlässigen Support, den diese jederzeit problemlos kontaktieren können
  • Kommunizieren Sie vor Ihrem Kunden klar die Vorteile, die dieser bei Ihrem Unternehmen hat
  • Wecken Sie regelmäßig das Kaufinteresse Ihrer Kunden, beispielsweise in Form von Gutscheinen oder Aktionen
  • Versenden Sie regelmäßig informative Newsletter und führen Sie A/B Tests durch um den Versand weiter zu optimieren
  • Setzen Sie vermehrt auf Upselling und Crossselling
  • Holen Sie sich Feedback Ihrer Kunden ein, beispielsweise mithilfe von Umfragen
  • Reagieren Sie umgehend und lassen Sie Beschwerden nicht zu lange links liegen
  • Nutzen Sie das Feedback Ihrer Kunden um Ihre Produkte oder Ihren Service in Zukunft weiter zu verbessern

Read More
Show Buttons
Hide Buttons