PageSpeed Optimierung – WordPress – XXL Guide für bessere Ladezeiten

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Was ist PageSpeed Optimierung?

Kurz und knapp: Bei der PageSpeed Optimierung geht es darum, die Ladezeit einer Webseite zu verbessern.

Warum die PageSpeed Optimierung so wichtig ist

1. Bessere User Experience

Eine schnelle Seitenladezeit sorgt für eine bessere Nutzererfahrung (User Experience) von Besuchern mit Ihrer Webseite. Das reduziert die Absprungrate und vermeidet damit natürlich auch Umsatzeinbußen.

Tatsächlich verlieren Sie mehr als die Hälfte des Umsatzpotentials, wenn Ihre Webseite oder Ihr Onlineshop länger als drei Sekunden zum Laden benötigt. Denn laut einer Studie von KISSmetrics verlassen 40% der Besucher eine Webseite, wenn sie länger als drei Sekunden warten müssen. Die Zahl der Seitenabbrüche steigt dabei exponentiell zur Ladezeit an.

Auf mobilen Endgeräten sind Nutzer zwar insgesamt etwas geduldiger, doch auch hier geben die meisten an, eine Webseite nach etwa 6-10 Sekunden Wartezeit vorzeitig wieder zu verlassen.

2. Vorfahrt bei Google

Auch für Google ist der PageSpeed ein wichtiges Qualitätskriterium einer Webseite. Denn wenn viele Nutzer nach dem Klick auf ein Suchergebnis schon nach wenigen Sekunden wieder zur Suche zurückkehren, folgert Google daraus, dass die entsprechende Seite das Bedürfnis des Nutzers nicht erfüllen konnte. Kommt dies häufiger vor, sinkt die Relevanz der Webseite, was letztendlich zu einem Rankingverlust führt.

So erklärte der Suchmaschinenriese die Ladezeit einer Webseite bereits im April 2010 offiziell als Rankingfaktor:

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Dies betraf hauptsächlich die Ladezeit einer Webseite auf Desktop PCs.

Durch die vermehrte mobile Internetnutzung, weitete Google im Juli 2018 schlussendlich den PageSpeed als Rankingfaktor offiziell auch auf die mobile Suche aus.

Vorteile der PageSpeed Optimierung im Überblick

  • Geringere Absprungrate
  • Zufriedenere Besucher
  • Mehr einzelne Seitenaufrufe pro Besucher
  • Mehr wiederkehrende Kunden und Stammleser
  • Verbesserte Conversion Rate und dadurch höhere Umsätze
  • Besseres Ranking bei Google

Wie kann ich die Ladezeit meiner Webseite messen?

Google selbst bietet Nutzern mit Google PageSpeed Insights ein kostenloses Tool, mit welchem sie die Ladezeit ihrer Webseite sowohl auf mobilen Geräten, als auch auf Desktop Anwendungen messen können.

Neben der Auswertung der Performance mit 100 als maximaler Punktzahl, listet Google hier zudem Maßnahmen auf, welche zur Verbesserung des PageSpeeds umgesetzt werden sollten.

Um Ihre Punktzahl zu ermitteln, tragen Sie einfach Ihre URL in das dafür vorgegebene Feld des Tools ein und klicken Sie anschließend auf “Analysieren“:

Google PageSpeed Insights Tool

Nach wenigen Sekunden erhalten Sie Ihr Ergebnis:

PageSpeed Insights Ergebnis Google

Oben links können Sie dabei zwischen den beiden Reitern “Mobil” und “Desktop” wählen. Die Punktzahl und die Maßnahmen werden für beide Darstellungen individuell berechnet und ausgegeben. Bei der PageSpeed Optimierung sollten daher stets beide Ausrichtungen berücksichtigt werden. Die PageSpeed Optimierung für mobile Endgeräte kann andere Maßnahmen erfordern, als die Optimierung für Desktop PCs.

Um zu den Empfehlungen zu gelangen, scrollen Sie weiter nach unten:

PageSpeed Empfehlungen Google Insights

Es macht nichts, wenn die Empfehlungen für Sie zunächst böhmische Dörfer sind. Selbst langjährig erfahrene Webentwickler und SEO Gurus stoßen bei dieser Aufschlüsselung oftmals an ihre Grenzen.

Deswegen möchten wir Sie in diesem Artikel Schritt für Schritt durch einzelne Optimierungsmaßnahmen führen und Ihnen deren Bedeutung näher bringen.

Wer gut englisch kann, kann sich natürlich auch gerne Google’s Vortrag zur Verwendung des PageSpeed Tools bei YouTube ansehen:

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100 / 100 – ist die volle Punktzahl überhaupt erstrebenswert?

Das Google PageSpeed Insights Tool bringt Webseitenbetreiber ziemlich oft an den Rand der Verzweiflung. Denn die volle Punktzahl von 100 zu erreichen scheint oftmals schier unmöglich. Auch wenn man sich gefühlt Arme und Beine ausreißt, die Messwerte wollen einfach nicht in die Nähe der 100 klettern.

Dabei ist es tatsächlich unerheblich, ob eine Webseite nun 85 oder 100 Punkte erreicht. Zumindest in Bezug auf den mobilen PageSpeed ist laut Google Mitarbeiter Gary Illyes eine Punktzahl von 85 vollkommen ausreichend, wie er in folgendem Video bemerkt:

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Natürlich sind die von PageSpeed Insights vorgeschlagenen Maßnahmen eine tolle Hilfestellung, um das Beste aus der Ladezeit herauszuholen. Es ist durchaus sinnvoll, diesen nachzugehen.

Letztendlich kommt es aber nicht darauf an, ob Sie bei PageSpeed Insights nun die volle Punktzahl erreichen, sondern ob Besucher die Webseite als schnell empfinden.

Doch was bedeutet “schnell” überhaupt aus Sicht des Nutzers?

In Wahrheit ist „schnell“ ein ziemlich relativer Ausdruck, der von verschiedenen Faktoren wie dem Endgerät oder der Internetverbindung abhängt.

Im offiziellen Google Guide spricht Mitarbeiter Philip Walton darüber, welche Metriken für Nutzer bei der subjektiven Beurteilung der Ladezeit eine Rolle spielen.

Die Performance einer Webseite wird meistens daran gemessen, wie lange diese benötigt, bis die Inhalte vollständig geladen sind.

Idealerweise sind die wesentlichen Elemente einer Webseite für den Besucher aber bereits sichtbar, während die restlichen, nicht sichtbaren, Inhalte noch im Hintergrund laden. So kann er mit der Webseite bereits interagieren, auch wenn diese in Wahrheit noch gar nicht vollständig aufgebaut ist. Der Besucher nimmt die Seite so dennoch als schnell wahr.

Laut Philip Walton beurteilen User die Ladezeit einer Webseite unbewusst nach folgenden Kriterien:

Sobald Besucher eine Webseite betreten, erwarten sie zunächst, dass sich überhaupt etwas tut. Dass zum Beispiel die Navigation erscheint oder Farben, Texte oder Bilder angezeigt werden.

Auf der nächsten Stufe erwarten Nutzer, dass sie bereits brauchbare Inhalte zu sehen bekommen. Daher sollten wichtige Elemente einer Webseite „Above the fold“ – also im sichtbaren Bereich des Nutzers – stets zuerst geladen werden. So kann er sich bereits in diesem Bereich nützliche Informationen beschaffen und bekommt gar nicht mit, dass eher unwichtige Inhalte sich im Hintergrund noch nach und nach aufbauen.

Auf der Stufe „Time to Interactive“ erwarten User nun, dass die Seite nicht nur visuell sichtbar ist, sondern dass sie auch bereit für Nutzerinteraktionen ist, wie zum Beispiel dem Klick auf einen Button.

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