Pogo Sticking

Gute Backlinks aufbauen

Was ist Pogo Sticking?

Als Pogo Sticking wird ein Verhaltenmuster von Nutzern bei der Verwendung von Suchmaschinen bezeichnet.

Gibt ein Nutzer einen bestimmten Suchbegriff bei Google ein, zum Beispiel „Immobilie verkaufen“, zeigt Google als Ergebnis eine Reihe von thematisch passenden Webseiten an.

Der Nutzer klickt nun auf das erste Ergebnis. Auf der Webseite stellt er nach kurzer Zeit fest, dass er dort nicht das findet, wonach er gesucht hat. Also navigiert er wieder zurück zu den Google Suchergebnissen und klickt dort auf das zweite, also das nächste Ergebnis. Auch diese Webseite erfüllt nicht seine Erwartungen, weswegen er wieder zu Google zurückspringt und nun das dritte Ergebnis anklickt. Dieses Verhalten wiederholt der Nutzer nun so lange, bis er auf einer Webseite landet, die sein Bedürfnis befriedigt. Dieses Hin- und Herspringen zwischen Suchergebnisliste und Webseite nennt man Pogo Sticking.

Bedeutung von Pogo Sticking für Google

Google ist ständig danach bestrebt, seinen Nutzern die zu ihrer Suchanfrage passendsten Webseiten an erster Stelle zu präsentieren. User sollen also möglichst schnell das finden, wonach sie suchen. Pogo Sticking ist für Google ein Signal dafür, dass die angezeigten Webseiten die Erwartungen der Nutzer nicht erfüllen und daher für die Suchanfrage nicht relevant sind. Letztendlich führt das dazu, dass diese Webseiten im Ranking für den jeweiligen Suchbegriff herabgestuft werden.

Ursachen für Pogo Sticking und Unterschied zur Bounce Rate

Pogo Sticking kann durch diverse Gründe verursacht werden. Oft wird eine Webseite für falsche Keywords optimiert und zieht daher die falsche Zielgruppe an, die auf der Webseite dann nicht das vorfindet, was sie eigentlich gesucht hat. Seitenbetreiber sollten daher widersprüchliche Informationen vermeiden und bereits in den Meta Daten bei Google nur Dinge versprechen, die sie auf der Webseite auch einhalten können.

Aber auch ein unzeitgemäßes Design, lange Ladezeiten, übermäßig viel Werbung oder ein übersichtlicher Aufbau können erheblich zu Pogo Sticking beitragen.

Pogo Sticking sollte dabei nicht mit der Bounce Rate einer Webseite gleichgesetzt werden. Denn eine hohe Absprungrate ist nicht immer ein negatives Signal. Finden Nutzer auf einer Webseite besonders schnell die gewünschte Information, kann die Bounce Rate trotzdem hoch ausfallen, obwohl Nutzer zufrieden mit dem Ergebnis waren. In diesem Fall klicken Nutzer trotz schnellen Absprungs daher im Unterschied zu Pogo Sticking nicht wieder zurück zur Suchergebnisliste.

Pogo Sticking gilt hingegen immer als enttäuschendes Signal.

Internes Pogo Sticking

Pogo Sticking kann auch intern auf einer Webseite passieren. Hier ist dies häufig ein Signal dafür, dass Nutzer Schwierigkeiten haben, relevante Inhalte zu finden. Das resultiert meist auch in einer schlechten User Experience.

User, die in einem Onlineshop beispielsweise mehrere Produkte miteinander vergleichen wollen, müssen häufig zwischen Kategorien oder internen Suchergebnisseiten zu den einzelnen Produkten hin- und herspringen. Das wiederholte Navigieren durch dieselben Seiten wird jedoch schnell eintönig und demotivierend, sodass viele User die Seite entmutigt wieder verlassen.

Pogo Sticking mittels Google Analytics erkennen

Pogo Sticking lässt sich leicht anhand verschiedener KPIs mithilfe von Webanalyse Tools wie Google Analytics identifizieren. Relevant sind hier vor allem Kennzahlen wie die Bounce Rate, Time on site, der Klickpfad und Session Daten.

Aufschlussreich ist auch die Analyse des Verhältnisses zwischen Seitenaufrufen (Page Views) und eindeutigen Seitenaufrufen (Unique Page Views). Denn diese Kennzahl zeigt an, dass viele Benutzer wiederholt zu diesen Seiten navigieren. Auch wenn dies nicht zwangsläufig auf Pogo Sticking hinweist, sollte das Verhalten näher untersucht und ggf. entsprechende Gegenmaßnahmen abgeleitet werden.