Wie Buyer Personas dabei helfen deine Conversion zu steigern

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Wenn man dich fragt, wer eigentlich deine Zielgruppe ist, gibt es oft eindimensionale Antworten wie: “Deine Zielgruppe sind kleine und mittelständische Unternehmen” oder “Deine Zielgruppe sind Männer und Frauen über 40 Jahre”.

Das ist zwar ein guter Anfang, aber es werden viele Dinge nicht berücksichtigt, die für die Kaufentscheidung deiner Kunden relevant sind. Um deine Marketingaktivitäten in die richtige Richtung zu lenken und kein unnötiges Potential zu verschwenden, benötigst du also weitreichendere Informationen.

Unterschied zwischen Buyer Persona und Zielgruppe

Du fragst dich vielleicht, ob es einen Unterschied zwischen Buyer Persona und Zielgruppe gibt. Ja, den gibt es!
Die Zielgruppe umfasst den gesamten Personenkreis, den du mit deinen Marketingaktivitäten ansprechen möchtest. Zum Beispiel: “Alle Männer über 40, die beruflich erfolgreich sind und Kinder haben”. Allerdings hat die Zielgruppe einen entscheidenden Nachteil: Sie kann nur oberflächlich definiert werden, obwohl sie oft sehr heterogen ist. Betrachten wir zum Beispiel den berühmten Rapper Eminem und den ehemaligen amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Beide sind über 40, haben Kinder, sind männlich und beruflich erfolgreich. Dennoch würden die meisten zustimmen, dass wir sie nicht mit derselben Ansprache erreichen können.

Und hier kommt die Buyer Persona ins Spiel. Mit der Buyer Persona können wir unseren idealen Kunden beschreiben – also eine einzelne Person aus unserer Zielgruppe. Diese Person ist rein fiktiv, basiert aber auf Daten, die du zuvor ausgewertet hast. Sie bekommt einen Namen, ein Alter, ein Geschlecht, Vorlieben, Bedürfnisse, Verhaltensmuster, Wünsche, Ziele, Probleme, usw.
Obwohl die Buyer Persona eine einzelne Person beschreibt, darfst du das nicht falsch verstehen: Natürlich kannst du mehrere Buyer Personas erstellen. Wenn zum Beispiel sowohl Männer als auch Frauen zu deiner Zielgruppe gehören, solltest du sowohl eine männliche als auch eine weibliche ideale Kundenpersona erstellen. Generell gilt: Erstelle so viele unterschiedliche Personas wie nötig, aber so wenige wie möglich.

Welche Informationen sollte deine Buyer Persona enthalten?

Grundsätzlich gibt es keine vorgeschriebenen Regeln für das Erstellen deiner Buyer Personas. Du kannst die folgenden Leitfragen verwenden und sie natürlich um weitere Fragen ergänzen, die für deine Buyer Personas relevant sind.

Demografische Informationen:

  • Wie heißt die Buyer Persona?
  • Wie alt ist sie?
  • Welches Geschlecht hat sie?
  • Wo wohnt sie?
  • Was macht sie beruflich?
  • Wie hoch ist ihr Gehalt?
  • Ist sie verheiratet, geschieden, Single…?
  • Welche Position übt sie in ihrem Beruf aus?
  • Welche Ausbildung hat sie hinter sich?
  • Hat sie Kinder?

Psychografische Informationen:

  • Wie hoch ist ihre durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne?
  • Welche Content-Formate bevorzugt sie (Videos, Texte, Bilder etc.)?
  • Welchen Lifestyle hat sie? Möchte sie daran etwas ändern, und wenn ja, was? Welche Mittel stehen ihr dafür zur Verfügung?
  • Ist sie besorgt über ihre Gesundheit?
  • Wie verbringt sie ihre Freizeit?
  • Was macht sie abends? Ist sie eher zuhause anzutreffen oder unterwegs? Mit Freunden oder alleine?
  • Welche Rolle spielt das Familienleben in ihrem Leben?
  • Ist sie sportlich sehr aktiv?
  • Kauft sie oft online ein oder bevorzugt sie es, lieber in Ladengeschäften einzukaufen?
  • Wie vergleicht die Buyer Persona die verschiedenen Optionen, die ihr zur Verfügung stehen?
  • Welche Vorteile erwartet die Buyer Persona für sich oder ihre Organisation (welche sind ihr wichtig, nicht Ihnen!)?

Ziele & Motivation:

  • Welche persönlichen/beruflichen Ziele hat sie?
  • Welche Bedürfnisse hat sie?
  • Welche Probleme hat sie und vor welchen Herausforderungen steht sie?
  • Welche Erwartungshaltung hat sie?
  • Warum sollte die Buyer Persona ausgerechnet in Ihrem Unternehmen einkaufen? Welche Probleme kann sie dadurch optimal lösen? Was ist allgemein der Grund, warum sie kauft? Welche Faktoren beeinflussen ihre Kaufentscheidung?
  • Welche Einwände hat die Buyer Persona (z.B. Preise, Qualität etc.)?

Ein (einfaches) Beispiel für eine Buyer Persona:

  • Unsere Persona heißt Anne, ist 45 Jahre alt, verheiratet und Mutter von zwei Kindern im schulpflichtigen Alter. Sie arbeitet als Marketingmanagerin in einem mittelgroßen Unternehmen und verdient ein monatliches Gehalt von rund 4000€ netto.
  • Anne ist eine begeisterte Leserin und verbringt ihre Abende oft mit einem guten Buch oder einem spannenden Thriller. In ihrer Freizeit betätigt sie sich gerne sportlich, insbesondere beim Joggen oder Yoga.
  • Sie ist sehr modebewusst und legt Wert auf hochwertige Kleidung, die ihren persönlichen Stil unterstreicht. Dabei bevorzugt sie qualitativ hochwertige Materialien und nachhaltige Mode.
  • Als berufstätige Mutter ist Anne zeitlich oft eingeschränkt und erledigt daher viele Einkäufe online. Sie legt Wert auf eine bequeme und schnelle Abwicklung der Bestellungen sowie eine zuverlässige Lieferung.
  • Anne ist technikaffin und nutzt verschiedene Online-Plattformen und soziale Medien, um sich über aktuelle Trends und Angebote zu informieren. Sie liest gerne Kundenbewertungen und lässt sich von Empfehlungen anderer inspirieren.
  • Neben ihrer beruflichen Karriere und ihrer Familie legt Anne auch Wert auf ihre persönliche Weiterbildung und investiert regelmäßig in Online-Kurse und Seminare, um ihre Fähigkeiten auszubauen und auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Vorteile einer Buyer Persona

Eine Buyer Persona bietet dir im Gegensatz zur Zielgruppe viele tiefgründige Einblicke in deine Kunden. Dadurch ergeben sich zahlreiche Vorteile:

  • Du weißt genau, wer dein idealer Kunde ist, wie er angesprochen werden möchte und wie du ihn am besten erreichst.
  • Du kannst deine Marketingaktivitäten zielgerichteter und effektiver einsetzen, was den Streuverlust insgesamt reduziert.
  • Du hast einen klaren Vorteil gegenüber vielen Mitbewerbern, da du die Bedürfnisse deiner Kunden am besten kennst.
  • Du ziehst mehr hochwertige Leads an, aus denen sich im Laufe der Zeit (wiederkehrende) Kunden entwickeln können.
  • Deine Kommunikation erfolgt kundenorientiert, wodurch sich deine Kunden in ihren Problemen und Bedürfnissen verstanden fühlen. Dadurch entsteht Vertrauen.
  • Du kannst Markenbotschaften und Content besser personalisieren, da du die Sprache deiner Kunden verstehst und genau weißt, wie sie angesprochen werden möchten. Das schafft Sympathie und langfristige Beziehungen.

Wie kannst du relevante Daten für eine Buyer Persona sammeln?

Oftmals hast du anfangs nur wenige relevante Daten zur Verfügung, wenn du damit beginnen möchtest, Buyer Personas zu erstellen. Aber es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um nach und nach deine Datenbank mit wichtigen Informationen zu füllen:

  • Kundenumfragen:Frag deine bestehenden Kunden nach ihren Interessen, Problemen, Bedürfnissen usw. Du kannst dies entweder durch Interviews oder Umfrageformulare, Social Media, Bewertungsportale oder deinen Blog tun. Stelle zum Beispiel Fragen wie:
    • Hast du dir neue Ziele für das neue Jahr gesetzt?
    • Schaust du Filme lieber zuhause oder im Kino?
    • Wohin planst du deinen nächsten Ausflug/Urlaub?
    • Über welches Weihnachtsgeschenk würdest du dich am wenigsten freuen?
    • Wie oft machst du im Jahr Urlaub?
  • Daten aus Google Analytics analysieren und auswerten:Wenn du deine Kunden nicht direkt befragen möchtest, kannst du auch einfach die Daten aus Google Analytics analysieren. Folgende Fragen können dir dabei helfen, das Verhalten deiner Besucher besser zu verstehen:
    • Welche Seite deiner Website wird am meisten angeklickt?
    • Auf welcher Seite deiner Homepage gibt es die meisten Absprünge?
    • Aus welchem Land kommen die meisten deiner Besucher?
    • Über welches Angebot hast du die meisten Interessenten gewonnen?
    • Nutzen viele Besucher mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets, um deine Website aufzurufen?
    • Welcher Social Media Kanal zeigt die höchste Interaktion?
  • Analyse und Auswertung deines Contents Welcher Content auf deiner Seite von Besuchern konsumiert wird, gibt dir wertvolle Einblicke in deren Bedürfnisse und Interessen. Die Analyse deines Contents kann dir dabei helfen, zukünftig nützlichere Inhalte für deine Besucher anzubieten, sie noch besser anzusprechen und somit nachhaltig die Conversion über deine Website zu steigern.
    • Welche Texte liest du am meisten durch?
    • Welche Inhalte interessieren dich am wenigsten?
    • Liest du die Texte bis zum Ende?
    • Auf welche Links klickst du?
    • Präferierst du kürzere oder längere Texte?
    • Welche Themen sprechen dich am meisten an?
    • Lädst du kostenfreie Inhalte wie Infografiken oder E-Books herunter oder ist das Interesse eher gering?
    • An welchen Kategorien zeigst du das größte Interesse?
  • Biete kostenlose Inhalte zum Download an Du kennst es wahrscheinlich selbst – ein Webseitenbetreiber bietet ein interessantes E-Book zum kostenlosen Download an und erwartet im Gegenzug verschiedene Daten wie Name, Wohnort, Jobtitel, Position usw. Biete also hochwertigen Content zum Download an und überlege, welche Informationen du dabei von deinen Nutzern einholen kannst. Übertreibe es jedoch nicht und beschränke dich auf einige wenige nützliche Angaben.
  • Newsletter Wenn du regelmäßig Newsletter verschickst, kannst du auch hier einiges über das Verhalten deiner Kunden erfahren. Zum Beispiel:
    • Welche Betreffzeilen erzielen die höchste Öffnungsrate?
    • Sind personalisierte E-Mails bei den Empfängern beliebter?
    • Zu welcher Uhrzeit werden Newsletter bevorzugt geöffnet und gelesen?
    • Welche Angebote interessieren deine Newsletter-Empfänger am meisten?
    • Aus welchen Gründen melden sich Nutzer von deinem Newsletter ab?
  • Social Media AnalysenSocial Media ist optimal dafür geeignet, deine Kunden besser kennenzulernen. Wo sonst wird freiwillig so viel Persönliches preisgegeben? Schau dir also genau an, welche Beiträge von deinen Fans geliked und geteilt werden. Was kannst du daraus schließen? Welche Interessen und Vorlieben ergeben sich daraus? Zu welcher Uhrzeit interagieren Fans am ehesten? An welchen Wochentagen? Werden eher Produktvorstellungen geliked oder persönliche Bilder aus deinem Unternehmen? Welche Trends verfolgen Fans?
  • Keywordrecherche

    Auch eine Keywordrecherche beispielsweise mit dem Google Ads Keyword Planner gibt Aufschluss darüber, wo die Interessen deiner Kunden liegen. Anhand des monatlichen Suchvolumens erfährst du beispielsweise, wonach Nutzer wie oft suchen und welches Wording sie dabei benutzen. Dieses Wissen hilft hervorragend dabei, deinen Content noch besser an der Nachfrage deiner Zielgruppe auszurichten und auch aktuelle Trends aufzudecken.

Fazit

Die Erstellung einer Buyer Persona kann sehr aufwändig sein und erfordert viel Geduld. Sie bietet jedoch viele nützliche Vorteile, weswegen der zusätzliche Aufwand von jedem Unternehmen in Kauf genommen werden sollte. Mit Hilfe einer Buyer Persona erhältst du hilfreiche Informationen zu den Bedürfnissen, Zielen, Problemen, Gefühlswelten und Verhaltensmustern deiner Kunden. Letztendlich kannst du deine Inhalte auf Basis dieser Daten noch zielgerichteter entwickeln und ziehst so mehr wertvolle Leads an, die im weiteren Verlauf zu wiederkehrenden Kunden konvertieren.

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