Domain

Gute Backlinks aufbauen

Was ist eine Domain?

Eine Domain ist vereinfacht gesagt die Internetadresse einer Webseite, also zum Beispiel www.domain.de. Eine Domain ist immer weltweit einmalig.

In Deutschland ist die Denic für die Domainvergabe zuständig. Sie definiert auch die Regeln, nach denen Domainnamen aufgebaut sein dürfen.

Die weltweit erste registrierte Domain war nordu.net. Sie wurde am 1. Januar 1985 registriert. Die erste .com Domain wurde am 15. März 1985 vom Unternehmen Symbolics registriert.

Wozu brauche ich eine Domain?

Jede Internetseite liegt auf einem Webserver. So wie auch jeder Computer für die eindeutige Identifizierung eine IP-Adresse zugewiesen bekommt, hat auch jeder Webserver eine einzigartige IP-Adresse.

Ruft ein Nutzer nun eine Webseite über einen Browser auf, sendet dieser die Anfrage an den jeweiligen Webserver, auf welchem die Seite liegt. Hierbei spricht er den Server über dessen IP-Adresse an, also zum Beispiel 92.184.423.45. Der Server beantwortet dann die Anfrage, indem er die Daten der Webseite sendet, wodurch der Nutzer wiederum die Webseiteninhalte über den Browser zu Gesicht bekommt.

Da solche IP-Adressen für Menschen nur schwer zu merken sind und zudem häufig für Tippfehler sorgen, hat sich eine alphanumerische Methode der Adressierung durchgesetzt: die Domain.

Für Unternehmen und andere Dienstleister ist die Domain damit ein wichtiger Bestandteil ihrer Identität im Internet.

Funktionsweise des Domain Name Systems (DNS)

Das Domain Name System ist sozusagen das Telefonbuch des Internets.

Rufen wir eine Webseite über ihre Domain auf, muss der Browser zunächst die IP-Adresse des Webservers herausfinden, auf welcher die Domain liegt. Ähnlich wie man in einem Telefonbuch nach einem Namen sucht, um die Telefonnummer herauszufinden, sucht der Browser im Domain Name System nach dem eingegebenen Domain-Namen, um die dazugehörige IP-Adresse zu ermitteln.

Das Domain Name System ist also ein System zur Umwandlung von Domain-Namen in IP-Adressen und umgekehrt. Ohne das DNS könnten wir Webseiten nur über deren IP-Adresse aufrufen, was auf Dauer ziemlich unübersichtlich für uns wäre.

Bei dem Domain Name System handelt es sich um keine zentrale Datenbank. Beim Aufruf einer Domain fragt der Browser bei dem DNS-Server nach, der in der IP-Konfiguration hinterlegt ist. In der Regel ist das der Router des Internetzugangs, von dem die Anfrage stammt.

Dieses Video auf YouTube zeigt sehr anschaulich, wie das Ganze funktioniert:

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Aufbau einer Domain

Der vollständige Name einer Domain wird als Fully Qualified Domain Name (FQDN) bezeichnet, in unserem Fall wäre der FQDN also www.domain.de. . Zu beachten ist, dass der Fully Qualified Domain Name noch einen Punkt am Ende enthält, den wir im alltäglichen Gebrauch jedoch nie zu Gesicht bekommen. Dieser Punkt am Ende des FQDN wird auch als Root-Label bezeichnet. Er ist nur für die Kommunikation mit dem Domain Name System von Bedeutung und kennzeichnet für diesen den Anfang des Fully Qualified Domain Names. Eine Domain wird nämlich immer von rechts nach links entschlüsselt, sobald sie aufgerufen wird.

Eine Domain besteht grundsätzlich aus drei oder mehr Teilen, die durch Punkte voneinander getrennt werden:

Third-Level-DomainSecond-Level-DomainTop-Level-DomainRoot-Label
www.domain.de. (leer)

Top Level Domain

Die Top Level Domain wird im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Domain-Endung bezeichnet. Die IANA (eine Abteilung der zentralen Internetverwaltung ICANN) unterscheidet hierbei zwischen länderspezifischen Top Level Domains (z.B. .de, .ch, .at) und generischen Top Level Domains (z.B. .com, .net, .org, .info).

Grundsätzlich können Unternehmen sowohl länderspezifische als auch generische Domains registrieren. Ist Ihre Wunschdomain also mit der Endung .de nicht mehr verfügbar, können Sie auch die generische Endung .com verwenden.

Ein Teil der generischen Domains ist allerdings für bestimmte Interessengruppen reserviert. Diese werden auch als „Gesponserte Top Level Domains“ bezeichnet. Domains mit der Endung .mil dürfen beispielsweise ausschließlich vom US-Militär benutzt werden.

Second Level Domain

Der Name der Second Level Domain ist frei wählbar, sofern dieser nicht bereits belegt ist. Dieselbe Second Level Domain kann dabei durchaus auch von unterschiedlichen Institutionen verwendet werden, solange sie in Kombination mit der Top Level Domain einzigartig bleibt. So kann theoretisch ein Unternehmen, das Brötchen verkauft, den Domainnamen www.bmw.com wählen, während die Webseite des populären Autoherstellers über www.bmw.de aufrufbar ist. Um solche Irritationen zu vermeiden, reservieren daher vor allem bekannte Marken ihre Domain üblicherweise direkt auch auf anderen relevanten Top Level Domains.

Unternehmen wählen als Domainnamen oftmals ihren Markennamen oder ihre Firmenbezeichnung. Bei www.nike.com wäre „nike“ also die Second Level Domain.

Weit verbreitet ist aber auch die Unterbringung von Keywords im Domainnamen, für welche die Webseite später optimiert werden soll. Sogenannte Exact Match Domains sind dabei besonders beliebt. Hierbei handelt es sich um Domains, die exakt zur Suchanfrage eines Nutzers passen. Ein Beispiel für eine Exact Match Domain wäre also „www.schuhe-kaufen.de“. Domains, die das Keyword einer Webseite enthalten, werden von Google im Ranking für das jeweilige Keyword bevorzugt behandelt, sofern auch andere Qualitätsfaktoren berücksichtigt werden. Der Grund hierfür ist der, dass Suchmaschinen wie Google anhand der Nennung eines Keywords im Domainnamen die Themenrelevanz einer Webseite besser bewerten können. Jemand, der eine Webseite auf „www.auto-vermieten.de“ betreibt, wird also kaum Socken darüber verkaufen.

Third Level Domain

Durch die Third Level Domain können Unteradressen einer Domain definiert werden. Domaininhaber haben damit die Möglichkeit, andere Zielseiten, Leistungen oder Server zur Verfügung zu stellen. Gebräuchliche Namen für Third Level Domains sind:

  • www für Webangebote (World Wide Web)
  • mail, imap, pop3 für Mailserver
  • ftp für Datentransfer

Darüber hinaus wird die Third Level Domain auch verwendet, um sprachspezifische Angebote darzustellen. Hier am Beispiel von Wikipedia:

en.wikipedia.org

de.wikipedia.org

Oftmals werden Third Level Domains mit Subdomains gleichgesetzt. Strenggenommen handelt es sich hierbei aber um unterschiedliche Bereiche. Beispielsweise befindet sich bei einer Webseite stets ein vorangestelltes „www“, auch wenn der Nutzer dieses nicht zwingend eingeben muss. Nehmen wir nun das Beispiel von Wikipedia „en.wikipedia.org“, wäre die Seite mit einem vorangestellten „www“ nicht aufrufbar, da ja „en.“ die Third Level Domain ist.

Eine Subdomain hingegen ist immer auch mit einem vorangestellten www erreichbar. Und da dieses „www“ bereits die Third Level Domain darstellt, muss die Subdomain eigentlich davon unterschieden werden.

Was ist eine Subdomain?

Eine Subdomain kann beispielsweise benutzt werden, um eine logische Gliederung des Webangebots oder der Abteilungen darzustellen. Eine Subdomain verhält sich dabei wie eine eigenständige Domain, demnach können auf ihr auch komplett andere Inhalte dargestellt werden als auf der Hauptdomain.

Seitenbetreiber verwenden Subdomains beispielsweise häufig, um den Shop oder andere Bereiche ihrer Webseite vom restlichen Inhalt der Seite zu trennen:

  • shop.domain.de
  • blog.domain.de
  • wiki.domain.de
Third-Level-DomainSubdomainSecond-Level-DomainTop-Level-DomainRoot-Label
www.blog.domain.de. (leer)

Wo kann ich eine Domain registrieren?

Eine Domain können Sie über diverse Hostinganbieter registrieren. Zu den in Deutschland populärsten zählen:

Ob Ihre Wunschdomain noch frei ist, können Sie vorab kostenlos über Checkdomain überprüfen.

Domainhandel als lukratives Geschäftsmodell

Da jede Domain nur ein einziges Mal registriert werden kann, hat sich der Handel mit Domains schon seit vielen Jahren zu einem lukrativen Geschäftsmodell entwickelt.

Heiß begehrte Domainnamen, insbesondere wertvolle Exact Match Domains, werden von den jeweiligen Domaininhabern daher oftmals für sehr viel Geld angeboten.

Um welche hohen Summen es sich hier teilweise handelt, zeigen folgende Beispiele:

  • Ein russischer Milliardär erwarb im Jahr 2006 die Domain vodka.com für 3 Millionen Dollar.
  • Toys’R’Us sicherte sich 2009 die Domain toys.com für 5,1 Millionen Dollar.
  • Die Domain sex.com gilt als teuerste Domain aller Zeiten. Sie wurde 2010 für sagenhafte 13 Millionen Dollar verkauft.
  • Die Domain kredit.de wurde von der Unister GmbH im Jahr 2008 für knapp 900.000 Euro gekauft.

Aber auch Domains, die ein starkes Backlinkprofil und eine hohe Domain Authority aufweisen, sind vor allem bei Seitenbetreibern beliebt, die schnell ein gutes Google Ranking erreichen wollen. Dabei handelt es sich um sogenannte Expired Domains, die vom jeweiligen Domaininhaber zum Kauf angeboten werden, weil dieser die Domain selbst aus diversen Gründen nicht mehr benötigt (zum Beispiel wegen einer Geschäftsaufgabe). Oftmals werden themenrelevante Expired Domains gekauft, um diese dann auf die eigene Domain weiterzuleiten. Mit der Weiterleitung wird die Kraft der Expired Domains auf die eigentliche Hauptdomain weitergegeben, was zu einer signifikanten Verbesserung des Google Rankings beitragen kann.

Anbieter, über welche sich Expired Domains kaufen lassen, ist beispielsweise GoDaddy.