Beim Google Penguin Update handelt es sich um eine permanente Änderung des Google Algorithmus. Erstmals durchgeführt wurde die Änderung am 24.04.2012.

Alle bisherigen Versionen des Penguin Updates im Überblick

  • Penguin 1.0: Algorithmus-Update am 24. April 2012
  • Penguin 1.1: Data Refresh am 22. Mai 2012
  • Penguin 1.2: Data Refresh am 5. Oktober 2012
  • Penguin 2.0: Algorithmus-Update am 23. Mai 2013
  • Penguin 2.1: Data Refresh am 4. Oktober 2013
  • Penguin 3.0: Data Refresh am 18. Oktober 2014
  • Penguin 4.0: Algorithmus-Update am 23.September 2016

Welches Ziel hat das Penguin Update?

Das Penguin Update dient insbesondere dazu, Webspam innerhalb der Suchergebnisse radikal einzudämmen. Daher ist das Penguin Update auch unter dem Namen „Webspam Update“ bekannt.

Vom Update betroffen waren weltweit insgesamt ca. 3% aller Webseiten, die unerlaubte Techniken einsetzten, um sich eine möglichst hohe Position in den Suchergebnissen zu „erschummeln“. Zu solchen Techniken, die gegen die Google Webmaster Richtlinien verstoßen, zählen beispielsweise Keyword Stuffing, Cloaking oder das Kaufen von Backlinks.

Da der Einsatz dieser Techniken einzig und allein dem Zweck dient, die eigene Position in den Suchergebnissen zu verbessern, bringen diese dem Nutzer selbst meistens keinen Mehrwert. Mit dem Google Penguin Update wird verhindert, dass solche Seiten zu Unrecht die Toppositionen in den Google Suchergebnissen belegen.

Webspam Formen im Überblick

Als Webspam klassifiziert Google unter anderem folgende Techniken:

  • Unnatürliche Backlinks: Dies können beispielsweise gekaufte oder getauschte Backlinks sein. Aber auch ein unnatürliches Wachstum der Backlinks wird von Google als Webspam eingestuft (wenn Sie bspw. mit einer neuen Domain direkt in den ersten 2 Wochen 5000 Backlinks bekommen).
  • Künstliche Verlinkung: Eine künstliche Verlinkung resultiert meist, wenn Backlinks hauptsächlich sogenannte Money Keywords als Linktext enthalten.
  • Black Hat SEO: Jegliche Methoden aus dem Black Hat SEO Bereich werden als Webspam gewertet. Hierzu gehören bspw. Keyword Stuffing, Cloaking, Doorway Pages oder Hidden Content.

Wie erkennen Sie, ob Ihre Website vom Penguin Update betroffen ist?

Ob Ihre Website vom Penguin Update betroffen ist, erkennen Sie wie schon beim Panda Update an einem Abfall der Sichtbarkeit in den Suchergebnissen. Durch die verschlechterten Rankings äußert sich dies oft auch in einem plötzlichen Trafficverlust.

Überprüfen können Sie die Sichtbarkeit Ihrer Website mit dem Sistrix Tool. Geht die Sichtbarkeit Ihrer Website über Wochen oder Monate hinweg gegen Null oder zumindest steil bergab, ist dies meist ein sicheres Indiz, dass Sie vom Penguin Update betroffen sind.

In einigen Fällen erhalten Webmaster aber auch direkt von Google über die Google Search Console eine Mitteilung über ein „unnatürliches Linkwachstum“. Navigieren Sie hierzu in der Google Search Console links über das Menü zu „Suchanfragen -> Manuelle Maßnahmen“. Im Idealfall sollten Sie keinerlei Mitteilung vorfinden.

penguin update

Sehen Sie hier aber die entsprechende Mitteilung, können Sie sich 100% sicher sein, dass Ihre Website vom Penguin Update betroffen ist.

Was können betroffene Webseiten tun?

Betroffene Webseiten sollten zunächst intensiv ihr Linkprofil überprüfen. Enthält das Linkprofil eine auffällig große Anzahl an schädlichen bzw. unnatürlichen Backlinks, sollten diese von den entsprechenden Seiten entfernt werden. Bei besonders vielen Backlinks kann dies jedoch sehr mühsam sein und nicht immer lassen sich Backlinks manuell entfernen.

In diesem Fall sollte über die Google Search Console eine Disavow-Datei eingereicht werden. In die Disavow-Datei werden alle Backlinks eingetragen, die von Google ignoriert und nicht in die Bewertung des Suchmaschinenrankings mit einbezogen werden sollen.

Unnatürliche Backlinks erkennen Sie an:

  • Eine übermäßig hohe Anzahl an Backlinks mit dem „dofollow“-Attribut im Verhältnis zu „nofollow“-Verlinkungen.
  • Eine übermäßig hohe Anzahl an Backlinks von ausländischen Webseiten bzw. Webseiten einer anderen Sprachversion als der Ihren.
  • Eine übermäßig hohe Anzahl an Backlinks von .edu oder .gov Domains.
  • Ein unnatürlich schnelles Linkwachstum innerhalb eines bestimmten Zeitraums.
  • Backlinks auf Seiten, von denen viele externe Links ausgehen. (FOTO)
  • Backlinks mit einer übermäßig hohen Anzahl an unnatürlichen Linktexten (z.B. Money Keywords wie „Webdesign“, „Steuerberater“ usw.).
  • Eine übermäßig hohe Anzahl an Profilbacklinks oder Backlinks aus Blogkommentaren.
  • Fast ausschließlich Backlinks von Seiten mit hoher Domain Authority.
  • Backlinks von Seiten, die nicht themenrelevant zur eigenen Seite sind.
  • Schlechte Position des Backlinks auf der verlinkenden Website, bspw. innerhalb der Sidebar oder dem Footer.
  • Backlinks von Expired Domains.
  • Backlinks von abgestraften Webseiten.

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Erik 18. September 2018